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Absolventen als Fachkräfte gewinnen

Die neue Firma SCiB zwischen jungen Akademikern und mittelständischen Unternehmen.

Dresden. Warum arbeiten ausländische Studenten nach Beendigung ihrer Ausbildung nicht häufiger in Unternehmen unserer Stadt? Das fragt Anke Wagner. Die Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin hat sich mit diesem Thema schon in ihrer Magisterarbeit beschäftigt. Gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Janett Krätzschmar-König und dem Informatiker und Philosophen Christian Klauß entwickelte sie eine Geschäftsidee zur Vermittlung von ausländischen Studenten und Promovierenden. Im Sommer 2015 hatten sich damals noch neun Studierende und Promovierende der TU Dresden mit ihrem Projekt bei der Herausforderung Unternehmertum beworben. Sie wurden für das Förderjahr 2016 ausgewählt. Einige entschieden sich im Anschluss, ein Unternehmen zu gründen. „Scientists into Business, Wissen: schafft Wirtschaft“ (SCiB), so der Name. Inzwischen ist SCiB auch Projektträger für die Fachkräfteallianz der Stadt Dresden und des Freistaats. Mit dem internationalen Talenteprojekt (intap) sollen ausländische Akademiker als Fachkräfte gewonnen werden. „Dabei stehen die Sensibilisierung, die Vermittlung von Informationen und die Vernetzung beider Akteure im Fokus“, erklärt Wagner.

Für die Studenten bedeute das, frühzeitig Deutsch zu lernen. Ein Werksstipendium mache sich auch gut im Lebenslauf. Studenten und Absolventen erhalten Hilfe bei der Erarbeitung von Bewerbungen, bei Vorstellungsgesprächen und der Karriereplanung. Anderseits sei es wichtig, rechtzeitig die Anforderungen der Unternehmen zu kennen und diese auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Fachkräften vorzubereiten. Dabei geht es besonders um mittelständische Firmen.

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Für das intap-Programm erhält SCiB für zwei Jahre eine 90-prozentige Förderung. „Für die verbleibenden zehn Prozent benötigen wir Wirtschaftspartner. Die ersten Unterstützer haben wir bereits gefunden“, sagt Janett Krätzschmar-König. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) unterstützt das junge Unternehmen und sagt: „Ohne internationale Fachkräfte ist das Niveau unserer Wirtschaft und Wissenschaft nicht zu halten. Daher begrüße ich es, wenn wir Initiativen entwickeln, die sich damit beschäftigen, wie es uns gelingt, Fachkräfte hier vor Ort zu halten.“ (kle)