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Bautzen

Abstiegsangst nimmt weiter zu

Bautzen verliert daheim gegen Halberstadt. Bischofswerda kassiert in Meuselwitz die sechste Rückrunden-Niederlage.

Gleich in den ersten Spielminuten hatte der Bautzener Tony Schmidt (rechts) die Chance zur Führung. © Torsten Zettl

Bautzen. Die Luft für die Regionalliga-Fußballer aus Bautzen und Bischofswerda wird im Tabellenkeller immer dünner. Budissa kassierte am Sonntag im heimischen Stadion vor 406 Zuschauern eine 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den VfB Germania Halberstadt. Zur gleichen Zeit musste in Meuselwitz Aufsteiger Bischofswerdaer FV vor 396 Besuchern die sechste Rückrunden-Niederlage in Folge quittieren (0:2).

In Bautzen konnte Trainer Petrik Sander wieder auf Tony Schmidt zurückgreifen. Der 30-Jährige war es auch, der schon nach zwei Minuten für Aufregung im Strafraum der Germanen sorgte. Die Gäste nahmen das vorgelegte Tempo der Hausherren an und so entwickelte sich in der ersten Viertelstunde eine rasante Partie. Die beste Möglichkeit der Halberstädter verzeichnete Lucas Surek, dessen Distanzschuss knapp über die Querlatte flog. In der 28. Minute lag den Budissen der Torschrei auf den Lippen, aber Schmidt, der sehenswert in Szene gesetzt wurde, schob die Kugel am Pfosten vorbei. Halberstadt sorgte unmittelbar vor dem Pausenpfiff für Alarmstimmung im Bautzener Strafraum, als Benjamin Boltze einen Kopfball neben das Tor setzte und wenig später Philipp Harant am glänzend reagierenden Budissa-Keeper Christopher Schulz scheiterte (45.).

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Ein glückliches Händchen bewies Gäste-Trainer Maximilian Dentz mit der Einwechslung von Denis Jäpel (64.), der nur sechs Minuten später einen Konter der Anhaltiner mit dem 1:0 abschloss. Mehr Effizienz ging nicht, denn Germania hatte bis dahin im zweiten Durchgang keinen gefährlichen Torschuss aufzuweisen.

Die Budissen kämpften anschließend verbissen um den Ausgleich, aber die mangelhafte Durchschlagskraft konnte auch Trainer Sander bisher nicht beheben. In der Schlussminute war es erneut Tony Schmidt, der vor dem Halberstädter Tor auftauchte, das Leder aber nicht im Netz unterbringen konnte. „Man hat teilweise die pure Angst gespürt, den Ball zu fordern“, resümierte Sander. „Wir haben oft die falschen Entscheidungen getroffen, hatten aber trotzdem fünf glasklare Chancen. Ich breche über keinen Spieler den Stab, wir müssen mit den Jungs intensiv weiterarbeiten, die zurzeit hier bei Budissa Bautzen sind.“

In Meuselwitz musste BFV-Schlussmann Oliver Birnbaum nach sieben Minuten erstmals eingreifen. Er parierte einen Schuss von Andy Trübenbach ohne großere Mühe. Auf der Gegenseite prüfte Dominic Meinel Schlussmann Chris Kroner (12.). Obwohl die Partie „in der ersten halben Stunde ausgeglichen verlief“, wie Ex-Torjäger Roci Schiemann registrierte, gingen die Zipsendorfer nach 25 Minuten durch Trübenbach in Führung. In der Folgezeit passierte nicht viel, auch weil die Schiebocker im Vorwärtsgang zu wenig riskierten. Bis auf Trübenbachs Schuss, den Birnbaum parierte (42.), war Flaute in den Strafräumen.

Zur zweiten Halbzeit schickte BFV-Trainer Erik Schmidt für Alexander Mattern den offensiver ausgerichteten Thomas Sonntag ins Spiel. Und die Gäste wirkten von Beginn an im Vorwärtsgang entschlossener. Beim Kopfball von Tobias Heppner stand ZFC-Schlussmann Chris Kroner im Weg (55.). Auch Graf und Petracek hatten kein Zielwasser getrunken. So kam es, wie es kommen musste. Zunächst verpasste Hajrulla die Entscheidung für den ZFC, aber Fabian Stenzel ließ Birnbaum dann keine Abwehrchance (89.).

Kämpferisch und läuferisch konnte man keinem Spieler der Bischofswerdaer einen Vorwurf machen, „aber wir spielen die ganze zweite Halbzeit auf ein Tor und treffen nicht ins Schwarze“, ärgerte sich Schiemann. Ein Erfolgserlebnis könnte sicher helfen. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Heimspiel am Sonnabend gegen Viktoria Berlin. Die Bautzener reisen zum schwächelnden Spitzenreiter Chemnitzer FC, der 0:2 beim Berliner AK unterlag. Das BFV-Heimspiel gegen Lok Leipzig wurde inzwischen auf den 3. April (18 Uhr) verlegt.