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Abzug aus Afghanistan: Über die Hälfte des Materials zurückgeschickt

Neun Monate vor dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan hat die Bundeswehr mehr als die Hälfte ihres Materials zurück nach Deutschland geschickt.

Masar-i-Scharif. Neun Monate vor dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan hat die Bundeswehr mehr als die Hälfte ihres Materials zurück nach Deutschland geschickt. „Die Rückverlegung des Materials läuft planmäßig“, sagte der Bundeswehr-Kommandeur in Afghanistan, Generalmajor Bernd Schütt, der Nachrichtenagentur dpa im Camp Marmal in Masar-i-Scharif. 67 Prozent der Fahrzeuge, 49 Prozent der Funktionscontainer und 55 Prozent des restlichen Materials wurden nach Bundeswehr-Angaben auf den Weg nach Deutschland gebracht oder anderweitig verwertet.

Schütt sagte, er gehe davon aus, dass der Nachfolger von Präsident Hamid Karsai das Sicherheitsabkommen mit den USA unterschreiben werde. Das Abkommen ist Bedingung für den geplanten Nato-Folgeeinsatz zur Unterstützung und Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte ab 2015. Karsais Nachfolger wird am Samstag gewählt, nach Einschätzung von Experten kann die Regierungsbildung aber bis Sommer dauern.

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Sollte sich die Unterzeichnung darüber hinaus verzögern, müsse möglicherweise bereits zurückgeschicktes Material wieder nach Afghanistan gebracht werden, sagte Schütt. „Bis zum Sommer ist alles in trockenen Tüchern, dann geht die Schere auseinander. Es kann uns blühen, dass wir Material wieder reinverlegen müssen.“ (dpa)