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Görlitz

Acht Festnahmen an der Autobahn

Die Verhafteten waren am Wochenende illegal nach Deutschland eingereist. Unterschiede gab es bei ihren Motiven.

©  dpa / Symbolbild

Am vergangenen Wochenende haben Bundespolizisten bei Kontrollen auf der A 4  insgesamt acht Personen festgenommen. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie über die Grenze nach Deutschland einreisten, aber nicht über die dafür erforderlichen Dokumente verfügten.

Drei Georgier (27,28 und 30 Jahre alt) nannten einen einwöchigen Aufenthalt in Frankfurt/Main als Grund ihrer Reise. Freunde, deren Adresse sie leider nicht nennen konnten, würden angeblich für die Kosten ihres Aufenthaltes aufkommen. "Eine Weiterreise nach Deutschland kam wegen der unglaubwürdigen Legende für das Trio nicht in Betracht", sagte Ralf Zumbrägel, Sprecher der Bundespolizei in Ludwigsdorf. Die mitgeführten 90 Euro stellten für die geplante Deutschlandreise des Trios keine akzeptabe finanzielle Basis dar. Den Georgiern wurde das Reiserecht durch die Bundespolizei aberkannt.

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Eine Moldauerin (41) und eine Ukrainerin (24) beabsichtigten in Deutschland einer Dienstleistung im Pflegesektor nachzugehen. Dafür ist allerdings eine Arbeitserlaubnis vonnöten, über die beide nicht verfügten.

20 Tage zu lange hielt sich hingegen eine 50-jährige Ukrainerin in der Europäischen Union auf. Ukrainer mit biometrischen Pässen benötigen zwar keine Visa, um legal in die Europäische Union einzureisen, allerdings dürfen sie sich dann nur bis zu 90 Tage aufhalten.

Bei einer 32-jährigen Ukrainerin und einem 26-jährigen Landsmann konnten die Beamten am Sonntagabend nachweisen, dass die Frau im Pflegesektor und der Mann als Verpacker einer unerlaubten Erwerbstätigkeit nachgegangen waren. Dazu nutzte der 26-Jährige offenbar auch noch eine gefälschte rumänische ID-Card. Diese sei versteckt in seinem Schuh entdeckt worden, berichtet Ralf Zumbrägel. Abgenommen wurde den Schwarzarbeitern ihr illegal erlangter Arbeitslohn - insgesamt 3.300 Euro.

Gegen alle acht Frauen und Männer seien Strafverfahren eingeleitet worden. Die drei Georgier, die Moldauerin und die 24-jährige Ukrainerin konnten bereits am Wochenende nach Polen zurückgeschoben werden und dürfen nun für zwei Jahre nicht mehr nach Deutschland einreisen. Bei zwei Ukrainern soll die Ausländerbehörde Görlitz  entscheiden.

Ebenfalls straffällig verhielt sich ein 29-jähriger Litauer, der am Sonntagmorgen bei Kodersdorf kontrolliert wurde. Anstelle seines gültigen litauischen Ausweises, den er bei sich hatte, legte er eine gefälschte litauische ID-Card und einen gefälschten litauischen Führerschein vor. "Offensichtlich hatte der 29-Jährige nicht damit gerechnet, dass es nur einen Moment dauern würde, bis die geschulten Augen der Bundespolizisten erkannten, dass der Führerschein gefälscht war", sagt Polizeisprecher Zumbrägel.

Später habe der Beschuldigte eingeräumt, dass ihm 2016 die Fahrerlaubnis in Litauen entzogen wurde. Da seine damalige berufliche Tätigkeit jedoch Mobilität voraussetze, besorgte er sich auf einem Markt bei Vilnius die gefälschten Dokumente. Nach Sicherstellung der gefälschten Dokumente wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet. (mp)

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