merken

Acht Kurden eingeschleust

Der Zoll stoppte den polnischen Transporter am Mittwoch bei Niesky. Die Betroffenen waren schon wochenlang unterwegs. Der Fahrer sitzt in Untersuchungshaft.

© dpa

Niesky/Ludwigsdorf. Acht Männer wurden am Mittwoch über die Autobahn unter menschenunwürdigen und gefährlichen Bedingungen nach Deutschland geschleust. Zollbeamte konnten den illegalen Transport am Nachmittag bei Niesky stoppen.

Wie Bundespolizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, wollte eine Streife des Zolls am Mittwochnachmittag einen polnischen VW-Transporter kurz nach Passieren der Grenze anhalten und kontrollieren. Nachdem der Fahrer des Transporters den Streifenwagen im Rückspiegel bemerkt hatte, verließ er plötzlich über die Abfahrt Görlitz die Autobahn und setzte seine Fahrt auf der B115 in Richtung Niesky fort. In der Kunnersdorfer Senke sei es den Zollbeamten dann gelungen, das Fahrzeug zu stoppen.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

Beim Blick in den Laderaum zeigte sich, dass auf der glatten Ladefläche, zum Teil auf Holzkisten, acht Männer saßen. Sitze fehlten vollständig. Als die Männer die Uniformierten erkannten, rissen einige von ihnen die Lichtbildseite ihres Passes heraus, andere versuchten, sich Ausweisdokumente in den Mund zu stopfen. „Ihre türkische Identität auf diese Art und Weise im letzten Moment zu verbergen, gelang den Geschleusten jedoch nicht“, heißt es vonseiten der Polizei. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei den Männern um Kurden im Alter von 19 bis 40 Jahren.

Aus dem Polizeibericht vom 19. Juli

Lkw-Fahrer kontrolliert

Boxberg/Bad Muskau. Die Verkehrspolizei hat am Mittwochvormittag auf der B 156 bei Boxberg und auf dem Parkplatz Eiland in Bad Muskau Fernfahrer und deren Lkw kontrolliert. Dabei stellten die Beamten drei Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Bei erlaubten 60 km/h zeichneten die digitalen Kontrollgeräte der Lkw Spitzenwerte von bis zu 89 km/h auf. In zwei weiteren Fällen hatten die Berufskraftfahrer die Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten. Die Polizisten zeigten die Ordnungswidrigkeiten an.

Nichts Gutes im Sinn

Weißwasser. Am frühen Donnerstagmorgen waren drei Jugendliche in Weißwasser unterwegs und hatten dabei offensichtlich nicht Gutes im Sinn. So stahl ein 16-Jähriger zuerst an der Straße Zum Fuchsbau ein Fahrrad, bevor er mit seinen zwei 16 und 17 Jahre alten Begleitern ein Straßenschild aus der Verankerung riss. Zudem sind die Halbstarken, alle drei Deutsche, im Verdacht, an der Lutherstraße fünf Fahrzeuge beschädigt zu haben. Ein Ford, ein Opel, ein VW, ein Honda und ein Nissan wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Höhe der Sachschäden ist noch nicht beziffert.

Erneut Baumaterial aus Schule entwendet

Herrnhut. Unbekannte sind zwischen Dienstag und Mittwoch in eine Schule an der Zittauer Straße in Herrnhut eingebrochen. Die Diebe entwendeten aus dem Gebäude Elektroleitungen sowie Kabel und Handwerkszeuge. Den Wert der Beute bezifferte sich auf etwa 7000 Euro. Hinzu summierte sich ein Sachschaden von circa 1500 Euro. Ein Kriminaltechniker sicherte Spuren, deren Auswertung noch aussteht.

Bäume illgal gefällt

Zittau. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen zu illegalen Baumfällungen im Zittauer Weinaupark. Unbekannte haben in den zurückliegenden zwei Wochen im sogenannten Schillerhain auf einer Fläche von etwa 150 Quadratmetern etliche junge Ahornbäume abgeholzt. Der Schaden für die Kommune wird sich nach ersten Schätzungen auf mehr als 1000 Euro belaufen. Wer die Sägearbeiten mitbekommen hat, weiß, wer die Bäume gefällt hat oder die Täter bei ihrer Arbeit beobachtet hat, wird gebeten, sich an die Polizei zu wenden. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Zittau-Oberland unter der Rufnummer 03583 620 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Ford aufgebrochen

Ostritz. In der Nacht zu Mittwoch sind Unbekannte in Ostritz in einen parkenden Ford eingebrochen. Die Tat geschah an der Bahnhofstraße. Aus dem Fiesta stahlen sie das Autoradio im Wert von rund 150 Euro. Zurück blieb ein Sachschaden von etwa 500 Euro.

Mehrere Autos in Jonsdorf heimgesucht

Jonsdorf. Am Mittwochvormittag fiel einem Urlauber in Jonsdorf auf, dass zwei Rücksäcke mit Kletterausrüstungen aus seinem VW Multivan verschwunden waren. Wann und wie genau, das konnte er nicht erklären. An dem Bulli gab es keine Einbruchsspuren. Womöglich haben unbekannte Diebe die Rucksäcke aus dem Volkswagen gestohlen, als dieser für einen kurzen Moment unverschlossen war. Den Schaden bezifferte der Betroffene mit rund 1500 Euro.

In der Nacht zu Mittwoch haben Einbrecher auf einem Parkplatz an der Hainstraße in Jonsdorf vergeblich versucht, drei Autos zu stehlen. Bei einem VW Touran scheiterten sie bereits an der Fahrertür. Bei zwei Transportern vom Typ VW T 5 gelang es den Tätern nicht, den Motor zu starten. Der Sachschaden an den Fahrzeugen belief sich in Summe auf rund 1000 Euro.

Skoda gestohlen

Großschönau. Zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochabend haben Diebe auf einem Parkplatz an der Jonsdorfer Straße bei Großschönau einen Skoda Octavia gestohlen. Das blaue Fahrzeug war auf die amtlichen Kennzeichen Z EK 7383 zugelassen. Den Zeitwert des sieben Jahre alten Pkw bezifferte der Eigentümer mit rund 14000 Euro. Die Soko Kfz hat die Ermittlungen aufgenommen.

In Wohnhaus Eingebrochen

Görlitz. Werkzeug im Wert von etwa 700 Euro ist die Beute von Einbrechern gewesen, die ein Wohnhaus in Görlitz ins Visier nahmen. Die Täter drangen zuvor gewaltsam in das Gebäude an der Weinhübler Straße ein, wobei sie circa 15 Euro Sachschaden hinterließen.

Einbruch in Einfamilienhaus

Görlitz. In der Nacht zum Donnerstag sind Unbekannte in Görlitz in ein Einfamilienhaus an der Girbigsdorfer Straße eingebrochen. Der oder die Täter entwendeten eine Geldbörse mit Dokumenten, einen Fahrzeugschein sowie ein Handy der Marke Huawai. Der entstandene Schaden wurde mit rund 2500 Euro beziffert.)

Dachkletterer bekamen Platzverweis

Jonsdorf. Am Mittwoch gegen 21.15 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Ebersbach durch die Landespolizei informiert, dass sich zwei Personen auf dem Dach der Grundschule in Jonsdorf aufhalten sollen. Vor Ort stellten die Bundespolizisten tatsächlich zwei Personen auf dem Dach der Turnhalle der Grundschule fest. Der Aufforderung, das Dach zu verlassen, kamen die beiden 19-jährigen deutschen Jugendlichen dann auch sofort nach. Eine wirkliche Begründung für ihre Kletteraktion konnten die Beiden allerdings nicht vorbringen, jedoch zeigten sie Reue und sahen ein, dass ihr Verhalten falsch war. Nach Aufnahme der Daten und Überprüfung der Personen, wurden sie belehrt und ein Platzverweis ausgesprochen. Gegen 22 Uhr durften sie dann wieder ihrer Wege ziehen.

1 / 10

Die Ermittler der Bundespolizei fanden heraus, dass die betroffenen Männer schon vor ein paar Wochen zunächst mit dem Flugzeug in die Ukraine gelangten und später geführt von sogenannten Fußschleusern die ukrainisch-polnische Grenze überquerten. Die letzte Etappe nach Deutschland legten sie in dem Transporter zurück.

Dessen 34-jähriger Fahrer wurde als mutmaßlicher Schleuser festgenommen. Ihm wird darüber hinaus vorgeworfen, die Geschleusten menschenunwürdig und erniedrigend behandelt und sie unter lebensgefährlichen Bedingungen transportiert zu haben. Das Amtsgericht Görlitz hat Untersuchungshaft gegen ihn angeordnet. Im Falle einer Verurteilung droht dem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Sechs der acht Männer aus dem Laderaum wurden nach Polen zurückgeschoben und dem dortigen Grenzschutz übergeben. Schließlich waren sie auch schon in das Nachbarland illegal eingereist. Zwei Kurden stellten ein Schutzersuchen und wurden in eine Aufnahmeeinrichtung nach Dresden gebracht. Mit ihrem Anliegen befasst sich nun das Bundesamt für Migration. (szo)