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Acht Leuchter für die Synagoge

© Stadtverwaltung Görlitz

Die Sparkassenstiftung gibt 300000 Euro für den originalgetreuen Nachbau der Kuppelsaal-Lampen in Görlitz.

Von Daniela Pfeiffer

Görlitz. Die frühere Synagoge in der Otto-Müller-Straße bekommt wieder ein Stück mehr von ihrem einstigen Glanz zurück. Acht Leuchter für den Kuppelsaal sollen originalgetreu rekonstruiert werden. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien geben für dieses Vorhaben zusammen 300 000 Euro.

Friedrich-Wilhelm von Rauch, der Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, überzeugte sich persönlich davon, dass das gut investiertes Geld ist. „Die herausragende architektonisch-baugeschichtliche Qualität des Synagogengebäudes ist Ausdruck des religiösen Glaubens seiner Erbauer, der Wertschätzung der jüdischen Gemeinde für ihre damalige Heimatstadt Görlitz und ein beeindruckendes Zeugnis dafür, was Bürgersinn zu leisten vermag“, sagt er in einer Feierstunde. „Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien betrachten das als Ehre, sich mit ihren Möglichkeiten dafür zu engagieren, dass die historische Innenraumkomposition der einstigen Görlitzer Synagoge wieder hergestellt werden kann. Er habe mit großem Interesse den Baufortschritt verfolgt. Dass die Feierstunde inmitten einer Baustelle stattfand, sah er sogar als Bereicherung: „Wo gebaut wird, ist Leben – und die noch unvollendeten Projekte sind die wahrlich interessanten.“ Er wünsche der Stadt Görlitz und allen Beteiligten, dass die künftige Nutzung der Synagoge ihrer religiösen und kulturellen Bedeutung gerecht werde. 2019 soll die Sanierung abgeschlossen sein, dann werden auch die acht Leuchter erstrahlen. Als Kulturforum Görlitzer Synagoge wird das Haus dann Ort für Konzerte, Lesungen, Vorträge und Schülerprojekte sein.