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Acht Tote bei Hotel-Stürmung in Tripolis - Rätselraten über Angreifer

Unbekannte stürmen ein Luxushotel in Tripolis und sprengen ein Auto in die Luft. Libysche Sicherheitskräfte haben die Lage bislang nicht unter Kontrolle - doch wollen die Täter bereits ausgemacht haben.

Tripolis. Bewaffnete Angreifer haben am Dienstag ein Vier-Sterne-Hotel in der libyschen Hauptstadt Tripolis gestürmt und mindestens vier Wachmänner und vier Angestellte getötet. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Lana.

Unklar blieb zunächst, um wie viele Angreifer es sich handelte, lokale Medien sprachen von zwei bis fünf. Auch blieb zunächst unklar, ob Sicherheitskräfte das Hotel am Abend wieder unter Kontrolle bringen konnten. In Libyen kämpfen seit Monaten verschiedenen Milizen um die Macht in dem ölreichen Land.

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Nach Angaben der libyschen Nachrichtenseite „Al-Wasat“ sprengten sich am späten Nachmittag vier Angreifer in einem der oberen Stockwerke in die Luft gesprengt. Die Extremisten seien von der Polizei eingekesselt worden, bei einem sie ein Sprengstoffgürtel gefunden worden. Der Bericht wurde zunächst nicht von offizieller Seite bestätigt.

Im „Corinthia“ wurden in der Vergangenheit häufig Diplomaten untergebracht. Auch soll Omar al-Hassi, Chef der islamistischen Regierung von Tripolis, oft in dem Hotel absteigen. Die von den Islamisten kontrollierte Nachrichtenagentur Lana beschreibt daher den Angriff als versuchten Anschlag auf Al-Hassi. Die Schuld gibt sie Milizionären der im ostlibyschen Tobruk sitzenden Gegenregierung.

In den vergangenen Monaten hat sich das Tauziehen zwischen den Regierungen in Tripolis und Tobruk in einen blutigen Bürgerkrieg verwandelt, auch verschiedene dschihadistische Milizen mischen mit. (dpa)