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Gesundheit

Achten die Sachsen mehr auf ihre Gesundheit?

Die Ereignisse des Jahres haben vielen Menschen schmerzhaft vor Augen geführt, wie wichtig eine gute Gesundheit ist.

© Julita

Während die Angst vor dem Virus die Runde machte, wurden jede Menge gute Vorsätze für die Zukunft gefasst. Mehr Sport, auf jeden Fall, und vielleicht auch mit dem Rauchen aufhören. Und vielleicht auch hin und wieder eine Extraportion Salat, der Vitamine wegen. Könnte das Geschehen der letzten Monate tatsächlich dazu führen, dass die Sachsen ihren Lebensstil nachhaltig ändern? Oder verflüchtigen sich diese guten Vorsätze vielleicht wieder, wenn die Angst vor dem Virus verflogen ist?

Mehr Bewegung, mehr Sport

In Österreich haben Forscher bereits erste Auswirkungen der Pandemie auf das Verhalten der Menschen untersucht und siehe da: Sie treiben tatsächlich mehr Sport. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, denn so können sie ihr Immunsystem und ihre Widerstandskraft stärken. Ideal ist es, ein bis zwei Mal in der Woche eine halbe Stunde Sport zu treiben und dabei leicht ins Schwitzen zu kommen. Ob auch die Deutschen sich schon zu mehr Bewegung durchgerungen haben, ist noch unklar. Immerhin berichten aber die Eisdielen, dass dieses Jahr die Nachfrage nach zuckerarmen Sorten gestiegen ist. Vielleicht zeigt sich so der Wille der Bürger, mehr auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Vielleicht handelt es sich aber auch nur um einen verzweifelten Versuch, die Pfunde loszuwerden, die sie während des Lockdowns angesammelt haben.

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Ingwer-Shots und CBD

Natürlich haben sich viele Menschen auch schon früher Gedanken um ihre Gesundheit gemacht. In jeder Drogerie gibt es Kombipräparate mit Vitamin C und Zink, die das Immunsystem ankurbeln sollen. Und genau dasselbe sollen natürlich hippe Ingwer-Kurkuma-Shots leisten. Auch CBD-Öl lässt sich hervorragend mit einem gesunden Lebensstil vereinbaren. Die vielseitigen Einnahmemöglichkeiten sind natürlich nicht der einzige Grund dafür, dass Unternehmen wie z.B. Cibdol den Markt für Gesundheitsprodukte erobern. Aber es ist sicherlich hilfreich, dass es genauso gut in der morgendlichen Pflegeroutine aufgetragen oder nach dem Workout in einen Smoothie getröpfelt werden kann. Denn bekanntermaßen wünschen sich Verbraucher heutzutage Produkte, die perfekt zu ihnen passen. Jedenfalls verkaufen sich Produkte zur Unterstützung der Gesundheit schon seit längerem gut und daran dürfte sich auch in Zukunft nichts ändern.

Aus den Augen, aus dem Sinn?

Spannend ist allerdings die Frage, wie lange das verstärkte Interesse der Bürger an Gesundheitsthemen anhalten wird. Denn die Erfahrung lehrt uns, dass solche Verhaltensänderungen oft nur von kurzer Dauer sind. Mit der Zeit gewöhnt der Mensch sich gerne an die neuen Umstände und fällt wieder in alte Verhaltensmuster. Oder der anfängliche Elan schlägt irgendwann in eine genervte Haltung um, besonders wenn sich keine spürbare Verbesserung einstellt. Ob das auch dieses Mal so sein wird, muss sich noch zeigen. Zum einen haben in den vergangenen Monaten einschneidende Veränderungen stattgefunden, die in der Erinnerung der Menschen noch lange nachwirken dürften. Zum anderen ist der Mensch aber auch in der Lage, sich schnell von traumatischen Ereignissen zu erholen. Das ist meistens zu seinem Besten, kann sich aber auch ins Gegenteil verkehren, wenn er dadurch die nötige Vorsicht wieder verliert. Der Umgang der Deutschen mit ihrer Gesundheit dürfte in den nächsten Jahren jedenfalls weiterhin im Fokus stehen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur S. Firle.

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