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Adler wird Premiumladen

Die Modemärkte AG plant für die Ex-Kressner-Filialen ein neues Konzept. Davon soll auch Bischofswerda profitieren.

© Thorsten Eckert

Gabriele Nass

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Beim Adler-Modehaus in Bischofswerda dürfen die Kunden auf Qualität hoffen. Am Freitag sagte Corina Weßollek, die Leiterin des Hauses, das bisher zu Kressner gehörte, in einem SZ-Gespräch, Adler Bischofswerda werde garantiert kein Ramschladen. Die Modemärkte AG plane für ihre neuen, von Kressner übernommenen Filialen eine neue Linie – ein Premiumkonzept. Davon werde Bischofswerda profitieren. Viele Marken bleiben, neue kommen hinzu.

Adler hat mit dem Kressner-Geschäft auch die alten Verträge mit Herstellerfirmen übernommen. Die für die nächsten Monate vor einem Viertel- oder halben Jahr georderte Ware käme wie geplant in die Regale. Am 28. Februar veranstaltet Adler eine Modenschau für Teilnehmer von Jugendweihe und Konfirmation, wie es sie bei Kressner auch schon gab. „Wir waren ein gutes, engagiertes Haus und wir bleiben es“, erklärt Corina Weßollek.

Beim Übergang von Kressner zu Adler verlieren Mitarbeiter ihren Job. Auf einen Bericht der SZ vom 21. Januar reagiert Bischofswerdas Ex-SPD-Chef und Gewerkschafter Ilko Keßler. Er stelle sich die Frage, warum die Beschäftigten nicht „für anderweitige Lösungen wie Teilzeitmodelle, Auffanggesellschaften oder Umschulungen kämpfen“. Mit einem aktiven Betriebsrat und den Interessenvertretern der Beschäftigten, den Gewerkschaften, sei so etwas durchsetzbar. Keßler: „Im schlimmsten Fall können dann auch Sozialpläne gestaltet, Altersteilzeitmodelle eingefordert oder Übergangslösungen ausgehandelt werden. Bei Kressner gab es keinen Betriebsrat.

Keßler nimmt Anteil am Schicksal der Kressner-Mitarbeiter, die nicht übernommen werden „Jede Entlassung ist eine emotionale Belastung. Wer das einmal erlebt hat, der kennt diese Existenzsorgen, die Angst um die Lebensqualität und das Gefühl, nach unten durchgereicht zu werden.

Neue Aussagen zu Entlassungen

Aussagen, wonach Adler 13 Frauen und einem Mann kündigt, konkretisierten sich am Freitag. Demnach sind unter den Mitarbeitern, die nicht bleiben können, auch jene, deren befristete Verträge auslaufen und nicht verlängert werden sowie Mitarbeiter, die das Rentenalter erreichen. Zwei werden von Adler-Partnern, die im Modemarkt Jobs bedienen, übernommen. Die Hoffnung der Verantwortlichen vor Ort ist es, dass zum Beispiel Letzteres für noch mehr Kollegen gelingt. Nach Angaben aus dem Markt gibt es demnach sieben Entlassungen von festen Mitarbeitern, für die nicht die Rente der sichere Hafen ist. In bisherigen Veröffentlichungen war von 14 Kündigungen ausgegangen worden. – Die Kressner-Eigentümer haben alle Geschäftsanteile an die Adler Modemärkte AG verkauft.

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