Adventskalender
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Mordverdacht im Advent: Chaos auf dem Striezelmarkt

Ein Weihnachtskrimi in 24 Kapiteln, bei dem sich viele Fragen stellen. Heute die dreiundzwanzigste!

Von Peter Ufer
 2 Min.
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© Uwe Richter

Der Bus fuhr ganz langsam die Wilsdruffer Straße in Dresden entlang, hielt vor dem Striezelmarkt. Mein Nachbar, Spätzle, die Lokfrau, der Reifendreher und der Weihnachtsmann stiegen aus. Sie standen vor dem großen Schwibbogen am Eingang des Weihnachtsmarktes. Aus den Lautsprechern dudelte „Kling, Glöckchen, klingelingeling“, es duftete nach gebratenen Bratwürsten.

Der Reifendreher sagte: „Meinen Sie, bei all diesen Menschen kann man irgendjemanden finden? Das ist doch der Wahnsinn!“ Mitten über den Markt schritten unzählige Bäcker, es sah aus wie eine Zeremonie, alle trugen Weiß. Mein Nachbar erschrak: „Das is ä Beerdigungszug, die drauern sichr ums Schdollnmädl.“

Inzwischen hatten sich unzählige Kinder um den Weihnachtsmann geschart und baten um Geschenke. Spätzle und die Lokfrau gingen Hand in Hand zu einer Glühweinbude und bestellten sich zwei Tassen. 

Der Reifendreher prüfte an einem Stand, ob seine Holzfiguren gut verkauft werden. Mein Nachbar lief zu einem der Bäcker und fragte: „Bring Se edwa das Schdollnmädl undr dä Erde?“

Der Bäcker zuckte mit den Schultern, er hatte nichts verstanden. Ein Spielmannszug aus vierzig Bergmännern spielte das Weihnachtslied „Glück auf!“, neben ihnen sangen mehrere Knaben „Morgen, Kinder wird's was geben“. Am großen Adventskalender verteilten Wichtel Geschenke.

Mein Nachbar fragte den Bäcker noch einmal: „Bring Se edwa das Schdollnmädl undr dä Erde?“ Der Bäcker zeigte nach vorn zur Bühne vor dem Adventskalender.

Mein Nachbar rannte an den Glühweinstand zu Spätzle und sagte: „Die barrn jädze das Schdollnmädl vorn am Advendskalendr off. Das darf doch wo ni wahr sein!“ Der Detektiv drängelte sich mit meinem Nachbarn und der Lokfrau durch die Massen. Aus einer Bude schrie einer: „Heiße Mandeln, heiße Mandeln!“ Ein Mann trat an den Stand und rief zurück: „Angenehm, heiße Müller!“ 

Da kamen der Reifendreher und der Weihnachtsmann und riefen meinem Nachbarn zu: „Wir haben das Stollenmädchen gesehen. Hier lang, schnell…“ 

Meinem Nachbarn wurde es schwarz vor Augen, und er fiel ohnmächtig um ...

Wie es weitergeht, lesen Sie ➡ in der vierundzwanzigsten Geschichte ⬅ unseres Adventskalenders.

Zuvor können Sie aber noch die heutige Rätselfrage beantworten und sich mit etwas Glück selbst beschenken.

Hier geht's zurück zum Adventskalender! Dort können Sie Tag für Tag eine weitere Episode des Weihnachtskrimis miterleben und an unserem Gewinnspiel teilnehmen. Außerdem lassen sich noch einmal alle bisherigen Teile lesen. 🎅🎄⭐