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Ägypten will Pharao-Auktion stoppen

Die mehr als 3.000 Jahre alte Statue aus Quarzit-Stein trägt die Züge von Pharao Tutanchamun und soll im Juli bei Christie's in London unter den Hammer kommen.

Das von Christie's zur Verfügung gestellte Foto zeigt eine 3.000 Jahre alte Steinskulptur, die dem berühmten Kindskönig Pharao Tutanchamun ähneln soll und am 4. Juli 2019 bei Christie's versteigert werden soll. © Christie's/AP/dpa

Kairo/London. Ägypten will die in London geplante Auktion einer Pharaostatue in Millionenwert wegen angeblich ungeklärter Fragen über deren Herkunft stoppen. Kairo habe sich mit dem Gesuch an das Auktionshaus Christie's und die UN-Kulturorganisation Unesco gewandt, teilte das ägyptische Ministerium für Antiquitäten mit. Vertreter der ägyptischen Botschaft in London hätten die Herausgabe der Statue gefordert sowie Beweisdokumente zu dessen Herkunft.

Christie's wies die Vorwürfe am Dienstag zurück. Das Auktionshaus halte sich strikt an bilaterale Verträge und internationales Recht hinsichtlich Kulturgütern und kulturellem Erbe, hieß es in einer Mitteilung. Es liege "in der Natur" antiker Objekte, dass sie nicht über Jahrtausende hin zurückverfolgt werden könnten. "Es ist von enormer Bedeutung, die jüngeren Eigentumsverhältnisse und das Recht zum Verkauf festzustellen, was wir eindeutig getan haben."

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Die mehr als 3.000 Jahre alte Statue aus Quarzit-Stein trägt die Züge von Pharao Tutanchamun und soll am 4. Juli bei Christie's unter den Hammer kommen. Das Auktionshaus preist die etwa 30 Zentimeter große Büste als "außergewöhnliche Darstellung" des Kindskönigs an, der im Alter von neun Jahren Pharao wurde und bis zum Jahr 1323 vor Christus regierte. Christie's schätzt, dass die Statue für umgerechnet mehr als 4,5 Millionen Euro den Besitzer wechseln könnte.

Ägypten kämpft laufend um die Rückgabe gestohlener Artefakte und hatte schon mehrere Auktionen gestoppt. Im Januar hatte das Land die Rückgabe einer antiken Steintafel erreicht, die aus einem Museum im Ort Luxor gestohlen worden war und ebenfalls in London versteigert werden sollte.

Christie's zufolge gehörte die Pharaostatue unter anderem dem Münchner Kunsthändler Heinz Herzer sowie Prinz Wilhelm von Thurn und Taxis, zu dessen Sammlung sie seit den 1960er Jahren gezählt haben soll. (dpa)