merken

Ärger über Schikanen

Die Verkehrsberuhigung auf der Nordstraße in Kamenz bringe nichts – das sagen wiederholt Leser. Die Stadt Kamenz startete hier einen Test.

© Matthias Schumann

Von Reiner Hanke

Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

Kamenz. Unmut über die Schikanen auf der Nordstraße in Kamenz kocht offenbar immer mal wieder hoch. Zuletzt war das im vorigen Herbst der Fall. Nun wieder.

Gerald Männel aus dem benachbarten Brauna ärgert sich darüber. Die Einengungen der Fahrbahn sollen der Verkehrsberuhigung dienen und auch Laster abschrecken. Das war eines der Ziele der Stadt, als die Schikanen an beiden Enden der stark befahrenen Straße angelegt wurden.

Gerade die Lastkraftwagen sollten so mit etwas Druck auf den kleinen Umweg über die Macherstraße gelenkt werden. Die ist ja auch eine Staatsstraße und dafür besser ausgelegt. Damals hatte man auf die Kritik der Anwohnerschaft der Nordstraße wegen des zunehmenden Verkehrslärms reagiert.

Aber schon im Herbst stellte eine Anwohnerin fest, dass die Situation keineswegs besser geworden sei, ganz im Gegenteil. Die beidseitigen Fahrbahneinengungen am Ortseingang Bernbruch vom Kreisverkehr zum Beispiel sorgten nun vor allem in den Stoßzeiten dafür, dass es zu Staus komme an den Schikanen. Dass der Verkehrsfluss ausgebremst werde, sei eine Seite, so Gerald Männel. Das Ganze sei auch durchaus gefährlich. Es komme zu riskanten Ausweichmanövern zwischen Fahrzeugen und könnte auch zu Kollisionen führen. Und im Übrigen glaube er aus seiner Beobachtung heraus, dass es bisher kein Laster weniger sei, der die Nordstraße entlang komme. Außerdem beklagen unmittelbare Anwohner, dass durch das Stoppen und Anfahren noch mehr Lärm und Dreck entstünden als früher. Und nach dem Stopp werde erst recht gerast. So viel zum Thema Beruhigung.

Die Schikanen durchlaufen eine Testphase – so zumindest der letzte Stand. Die sogenannten „Verschwenkinseln“, wie es amtlich heißt, seien laut Stadt eine Reaktion auf Bürgerbeschwerden über den Verkehr gewesen. In die Auswertung der Test-Ergebnisse soll auch der Ortschaftsrat einbezogen werden, hieß es. Über den aktuellen Stand der Probephase müsse er sich etwas genauer sachkundig machen, so Stadtsprecher Thomas Käppler am Dienstag, er werde die SZ informieren. Gerald Männel schiebt noch nach: „Wichtiger wäre es, die Fahrbahnmarkierung zu erneuern, das betrifft auch den Radweg.“ Denn die Markierung sei kaum noch erkennbar. Auch der Sache wird sich die Stadt annehmen.