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Ärger über Schlaglochpiste

Anwohner kritisieren den Zustand der Bautzener Kolpingstraße. Doch so schnell wird sich daran nichts ändern, obwohl die Stadt ein großes Bauprogramm plant.

Die Kolpingstraße in Bautzens Westvorstadt ist marode. So schnell wird sich das nicht ändern.
Die Kolpingstraße in Bautzens Westvorstadt ist marode. So schnell wird sich das nicht ändern. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Raser haben in Wohngebieten nichts zu suchen. All zu schnelles Fahren ist auf engen Anliegerstraßen, an denen auch noch geparkt wird, meist ohnehin nicht möglich. Zudem gilt in Bautzen in vielen Wohngebieten Tempo 30. Doch auch das ist auf der Adolph-Kolping-Straße in der Westvorstadt noch zu schnell. „Da kann man höchstens noch zehn km/h fahren“ sagt Lothar Noack. „Da ist ja ein Loch am anderen.“ Vor allem in den letzten Jahren habe sich der Zustand der Straße rapide verschlechtert, auch durch Bauarbeiten im Umfeld. Unter anderem rollten zahlreiche Baufahrzeuge hier entlang, als anstelle der früheren Westkaufhalle zwei Mehrfamilienhäuser errichtet wurden. So habe der dünne Asphaltbelag immer mehr gelitten, der vor vielen Jahren mal auf die ursprüngliche Betonfahrbahn aufgezogen worden war, sagt Lothar Noack. Er lebe seit 1970 in der Westvorstadt und kenne viele andere langjährige Bewohner des Viertels, die sich auch über den Zustand ärgern.

Demokratiebus machte Station

Lothar Noack nutzte die Gelegenheit, das Sorgenkind anzusprechen, als Bautzener Kommunalpolitiker vor zwei Jahren mit dem Demokratiebus in verschiedenen Stadtteilen, so auch in der Neustadt, Station machten, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Finanzbürgermeister Robert Böhmer habe ihm damals versichert, dass er die Sanierung der Straße mit in den Haushalt der Stadt aufnehmen werde, erinnert sich Noack. Nun habe er aber bis heute nirgendwo einen Hinweis darauf gefunden, dass sich die Stadt tatsächlich der Sache angenommen hat.

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Aus dem Blick verloren hat man im Rathaus die Kolpingstraße nicht. Sie „gehört zu einem größeren Straßenausbauprogramm in der Westvorstadt“, teilt Baubürgermeisterin Juliane Naumann auf SZ-Anfrage mit. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Bis die Schlaglöcher verschwinden, wird noch viel Zeit verrinnen. In diesem Jahr soll es laut Naumann erst einmal mit der Planung losgehen. Und dann ist nach jetzigem Stand Jahr für Jahr jeweils eine Straße dran: 2021 die Wilhelm-Fiebiger-Straße, 2022 die Dr.-Rohr-Straße, 2023 die Albert-Schweitzer-Straße und als letzte 2024 ausgerechnet die Kolpingstraße. Das Schrittfahren über die Holperpiste geht also erst mal weiter.