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Ärger um Radwegbau

Das Radfahren entlang der Straße durch Bloaschütz soll sicherer werden. Doch das dauert.

Für Radfahrer gefährlich - die Straße durch Bloaschütz..
Für Radfahrer gefährlich - die Straße durch Bloaschütz.. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Kopfschütteln im Bautzener Ortsteil Bloaschütz: Der Radweg im Ort wird auch in diesem Jahr noch nicht gebaut. Darüber informierte Ortsvorsteher Manfred Kieschnik jetzt in der Sitzung des Ortschaftsrates Salzenforst/Bolbritz. Er zitierte aus einem Schreiben des städtischen Tiefbauamtes, wonach der Radweg in der Ortslage erst 2020 drankommen soll.

„Man kann es den Bürgern nicht mehr vermitteln, warum es so lange dauert“, kritisiert Kieschnik. Schon seit mehreren Jahren wird über die gefährliche Situation für Radfahrer entlang der Kamenzer Straße diskutiert und ein Radweg geplant. Immerhin würden davon nicht nur die Einwohner von Bloaschütz profitieren, sondern auch Menschen aus anderen Ecken von Bautzen, die zur Arbeit im Gewerbegebiet Salzenforst mit dem Rad fahren. Doch erst konnte sich die Stadt nicht mit dem Eigentümer einer für den Radwegbau benötigten Fläche einigen, dann gab es Unstimmigkeiten bezüglich der richtigen Höhe eines Straßenbordes an der Bushaltestelle.

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Das Geld war noch nicht da

Vor einem Jahr teilte die Stadt dann mit, dass 2018 der Abschnitt zwischen der Ortslage und der Einfahrt zum Gewerbegebiet und 2019 der Abschnitt in Bloaschütz gebaut werden soll. Doch getan hat sich bisher nichts – angeblich wegen fehlender Fördermittel. „Um noch 2018 Mittel zu erhalten, hätte die Planung bereits 2017 eingereicht werden müssen. Dies war aufgrund des Bearbeitungsstandes nicht möglich“, so Stadtsprecher André Wucht. Allerdings wurde das offenbar erst im Nachhinein festgestellt, denn noch im vorigen Februar informierte die Stadt über den geplanten Bauablauf 2018/19. Nun wird laut Wucht für den Abschnitt bis zum Gewerbegebiet ein Baubeginn für Ende August angepeilt – sofern die Fördermittel bis dahin bewilligt sind. Der Antrag sei inzwischen zwar „fachlich positiv geprüft“ worden, das Geld aber noch nicht da.

„So ein Hickhack“, schimpft Kieschnik. Nun müssten nicht nur die Radfahrer noch länger auf der Straße unterwegs sein. Auch das marode Buswartehäuschen, das im Zuge des Radwegbaus ersetzt werden soll, verunstalte weiterhin die Ortsdurchfahrt.