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Landtagswahl 2019

AfD-Chef dementiert Richtungsstreit

300 Anhänger kamen zu der Kundgebung in Dresden. Vertreter des ultrarechten Flügels bezeichneten die AfD als "sozialpatriotische Volkspartei". 

Jörg Meuthen, AfD-Bundesvorsitzender (hier bei einem Auftritt in Cottbus), kam am Sonntag zum Wahlkampfabschluss nach Dresden.
Jörg Meuthen, AfD-Bundesvorsitzender (hier bei einem Auftritt in Cottbus), kam am Sonntag zum Wahlkampfabschluss nach Dresden. © dpa/Jörg Carstensen

Dresden. AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen hat eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg seine Partei zur Geschlossenheit aufgerufen. Berichte über einen Richtungsstreit in der Partei seien Unfug, sagte er vor 300 AfD-Anhängern am Sonntag in Dresden. „Wir sind eine AfD!“, rief der 58-Jährige auf der Abschlusskundgebung des Kreisverbands Dresden. Die Landtagwahlen am kommenden Wochenende seien eine Richtungsentscheidung für ganz Deutschland. Der Wirtschaftswissenschaftler sieht die AfD auf dem gleichen Erfolgsweg wie die Lega in Italien. „Die Partei von Matteo Salvini hat in Norditalien ihren Siegeszug gestartet, die AfD kommt von Osten.“ Die beiden Politiker hatten sich erst Mitte Mai mit weiteren rechtsnationalen Anführern aus Europa in Mailand getroffen.

Meuthen lobte Sachsen. „Hier sind die Menschen noch frei und unabhängig“, die Bürger „Freunde der Freiheit“. Der gebürtige Essener griff politische Gegner scharf an. Das Kürzel AKK der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer stehe für „Afrika kann kommen“. Die SPD sei eine „sterbende Partei“, deren künftige Spitze nur noch den Konkurs verwalte. Nach dem ZDF-Sommerinterview mit Annalena Baerbock sei nunmehr klar, wie „unfassbar ignorant“, „schwachsinnig“ und „noch dümmer als bisher bekannt“ die Grünen-Chefin sei, spottete er. Die Politikerin hatte in dem Gespräch „Kobalt“ mit „Kobold“ verwechselt. 

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Neben den Landtagskandidaten der sieben Dresdner Wahlkreise präsentierten sich auf der Kundgebung auch die AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Reichardt aus Sachsen-Anhalt und Jens Maier auf der Bühne. Beide gehören dem ultrarechten Flügel der Partei an, beide bezeichneten in ihren Reden die AfD als „sozialpatriotische Volkspartei“(SZ/uwo)

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