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AfD will Verschiebung der Proteste

Die Mitglieder des AfD-Kreisverbandes Görlitz lehnen das Neonazi-Festival in Ostritz zwar ab, aber auch Gegenveranstaltungen zur selben Zeit – zum Schutze der Einwohner und Gäste.

© Sebastian Kahnert/dpa

Ostritz. Der AfD-Kreisverband Görlitz fordert anlässlich des Neonazi-Festivals „Schild und Schwert“ am Wochenende vom 20. bis 22. April in Ostritz die Initiatoren der Gegenveranstaltungen auf, diese zu verschieben. Diese würden nicht nur Deeskalation beitragen, da das mögliche Gewaltpotential nicht abzuschätzen sei, teilen der Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla, die Landtagsabgeordneten Silke Grimm und Sebastian Wippel als Mitglieder in einem Schreiben mit. Die grundsätzliche Ablehnung des „Schild und Schwert“-Festivals halten sie aber für richtig und notwendig. Doch zum Schutz der Ostritzer und Gäste sollten die Gegenveranstaltungen verschoben werden, diese Veranstaltungen terminlich zu verschieben. „Da wir jegliche Gewalt ablehnen, ob rechts- oder linksextremistisch begründet, werden wir an keiner dieser Veranstaltungen teilnehmen“, heißt es in dem Schreiben.

Der Verfassungsschutz sieht indessen derzeit keinerlei Anzeichen dafür, dass gewaltbereite Linksextremisten an jenem Wochenende nach Ostritz reisen werden. Viele Bewohner der Kleinstadt befürchten Ausschreitungen wie beim Weltwirtschaftsgipfel G20 vor einem Jahr in Hamburg. Diese Befürchtungen seien unbegründet, sagte der zuständige Referent des sächsischen Verfassungsschutzes kürzlich. (SZ)

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