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Radebeul

AfD für Bauvorschläge am Wasapark

Die Ideen für das neue Wohngebiet in Radebeul passen zur Umgebung und sollten nicht behindert werden, erklärt die Stadtratsfraktion.

Die alten Gebäude am Wasapark sollen neuen Mehrfamilienhäusern weichen.
Die alten Gebäude am Wasapark sollen neuen Mehrfamilienhäusern weichen. © Norbert Millauer

Radebeul. Welche Bebauung auf dem Wasapark-Gelände in Radebeul angebracht ist, darüber gehen auch die Meinungen der Stadtratsfraktionen auseinander. Nachdem zuletzt die Fraktion Bürgerforum/Grüne/SPD die Baupläne der Investoren als zu groß und zu dicht kritisiert hatte, erklärt die AfD-Fraktion die Ideen jetzt  hingegen für angebracht.

"Die Vorschläge, die bislang auf dem Tisch liegen, tragen der Umgebung durchaus Rechnung", heißt es in einer Mitteilung des Fraktionsvorsitzenden René Hein. "Die vorliegende Simulation zeigt, dass die hier geplanten Häuser nicht oder kaum höher sind als die Umgebungsbebauung. Es kann hier ein ideales Wohngebiet, gerade für Familien, geschaffen werden", erklärt er. 

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Chance, alte Gebäude loszuwerden

Die Eigentümer wollen Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 151 Wohnungen bauen – dreigeschossig, plus Dach. Dafür sollen der rote und der weiße Riegel komplett abgerissen und der blaue an der Meißner Straße in der Höhe zurückgebaut werden. Die Chance, den klotzigen Gebäudekomplex, der die gesamte umliegende Wohngegend abwerte, loszuwerden, sei zu begrüßen, sagt Hein. Benötigt werde stattdessen attraktiver Wohnraum, der für Radebeul nur von Vorteil sein könne.

Was die Sorge um Baulärm anbelange, müsse man sich vor Augen führen, dass jeder Bau und Abriss Lärm verursache. "Diese Belästigung ist vorübergehend und sollte durch die Aufwertung der Umgebung und das Verschwinden der derzeitigen, optisch störenden Bebauung langfristig mehr als aufgewogen werden", so der AfD-Stadtrat.

Anwohner beschwerten sich in Brief an Stadträte

Im Februar hatten sich Anwohner mit einem offenen Brief an die Stadträte gewandt und bei den Bebauungsplänen einen Hang zur Maximierung der nutzbaren Grundfläche kritisiert. Die Entwürfe seien maßstabsprengend und passten nicht zur Umgebung, hieß es darin.

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