merken

Bischofswerda

AfD gleich auf mit CDU

CDU, BfB und Linke verlieren Mandate. Für die SPD wird der Abend Zitterpartie. 

Bis 2 Uhr morgens wurde in Bischofswerda gezählt.
Bis 2 Uhr morgens wurde in Bischofswerda gezählt. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Das vorläufige Ergebnis der Stadtratswahl in Bischofswerda steht fest. Demnach erreichte die AfD mit insgesamt 3.618 Stimmen den größten Anteil – mehr noch als die CDU (insgesamt 3.446 Stimmen), die seit 1990 ununterbrochen die meisten Abgeordneten im Bischofswerdaer Stadtrat stellte. Die AfD besetzt künftig fünf Plätze im Stadtrat, genau so viele wie die CDU, die zwei Mandate abgeben muss.

Die Wählervereinigung Bürger für Bischofswerda (BfB) und die Partei Die Linke verloren jeweils ein Mandat und verfügen im neuen Stadtrat über jeweils vier Sitze. Die FDP gewinnt einen Sitz hinzu und zieht mit drei Stadträten ins Parlament ein. 

Anzeige
Karriere machen bei ENSO

Lust auf einen Job voller Energie? Dann kommen Sie am 21. September zum ENSO-Ausbildungstag auf die Hahnebergstraße 4 und informieren Sie sich von 10 bis 14 Uhr!

Für die SPD, bisher in Fraktionsstärke mit drei Stadträten vertreten, war der Wiedereinzug den ganzen Abend lang eine Zitterpartie. Lange sah es so aus, dass die Sozialdemokraten im neuen Stadtrat nicht vertreten sein werden. Nach Auszählung der Briefwahlstimmen stand dann jedoch fest, dass Sven Urban als einziger der SPD-Liste den Einzug doch geschafft hat.

Das Ergebnis der Stadtratswahl stand erst am frühen Morgen gegen zwei Uhr fest. Zuvor war die Europawahl ausgezählt worden. Fast jeder dritte Wähler in Bischofswerda – 32,1 Prozent – stimmte bei der Wahl zum Europäischen Parlament für die AfD. Die CDU erreichte 22,9 Prozent, die Linke 12,8 Prozent, die SPD 6,6, Prozent, FDP 5,8 Prozent und Grüne 5,6 Prozent.

Rund 9.300 Wahlberechtigte waren zu den Urnen aufgerufen worden. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Gemeindewahlausschusses bei etwa 48 Prozent. 

Außerdem wurden in Großdrebnitz und Schönbrunn Ortschaftsräte gewählt. Da in Schönbrunn von den vier Kandidaten auf zwei Listen nur drei den Einzug in den Ortschaftsrat schafften, muss in diesem Bischofswerdaer Stadtteil noch einmal gewählt werden.