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Politik

AfD-Schiedsgericht lädt Kalbitz vor

Der rechtsextreme Brandenburger Fraktionsvorsitzende soll an einer mündlichen Verhandlung teilnehmen.

Im Mai hatte der AfD-Bundesvorstand Kalbitz aus der Partei geworfen.
Im Mai hatte der AfD-Bundesvorstand Kalbitz aus der Partei geworfen. © Archivfoto: dpa/Patrick Pleul

Berlin/Stuttgart. Im Streit um die Parteimitgliedschaft des Brandenburger AfD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Kalbitz hat das Bundesschiedsgericht der AfD den Politiker zu einer mündlichen Verhandlung geladen. Die Verhandlung am 27. Juli in Stuttgart soll ohne die Parteiöffentlichkeit stattfinden, "weil bedingt durch die Corona-Pandemie kein ausreichend großer Sitzungssaal zur Verfügung steht", heißt es im Beschluss des Schiedsgerichts, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Im Mai hatte der AfD-Bundesvorstand Kalbitz aus der Partei geworfen. Als Grund gab er an, Kalbitz habe bei Parteieintritt eine frühere Mitgliedschaft in der inzwischen verbotenen rechtsextremen "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) und bei den Republikanern nicht angegeben. Kalbitz bestreitet die Mitgliedschaft in der HDJ.

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In der Ladung weist das Bundesschiedsgericht darauf hin, dass eine Verhandlung und die Entscheidung nicht vom Erscheinen der Prozessgegner abhänge. Neben Kalbitz wurden als Vertreter des Parteivorstandes die beiden Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen und Tino Chrupalla geladen. Meuthen hatte sich dafür stark gemacht, dass die Mitgliedschaft von Kalbitz wegen falscher Angaben für nichtig erklärt wird. Chrupalla war dagegen und hatte dafür geworben, erst juristische Expertise einzuholen.

Kalbitz war zusammen mit dem Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke einer der Wortführer des rechtsnationalen "Flügels", der sich mittlerweile - zumindest nach eigenen Angaben - aufgelöst hat. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte diesen informellen Zusammenschluss im März als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" eingestuft.

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