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AfD will besseren Draht zu Russland

Ohne Putin gibt es keine Lösung in Syrien und der Ukraine, sagt der Bundesvorstand. Nun baut die Partei Kontakte zu russischen Diplomaten auf.

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Berlin. Die rechtskonservative AfD baut ihre Kontakte zu Russland aus. Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski traf am Mittwoch in Berlin den zweiten Mann in der russischen Botschaft, Oleg Krasnitzky. „Wir haben eine tiefergehende Zusammenarbeit auf fachlicher Ebene vereinbart“, sagte Pazderski anschließend. AfD-Sprecher Christian Lüth erklärte: „Wir haben vereinbart, verschiedene Fachkonferenzen unter Einbeziehung der russischen Botschaft zu organisieren.“

Pazderski sagte, er würde sich wünschen, dass auch die Bundesregierung sich von der „konstruktiven Haltung Russlands“ überzeugen könnte. Lüth berichtete, beide Seiten hätten bekräftigt, dass zu den Konflikten in Syrien und in der Ukraine Lösungen nur „unter Einbeziehung und auf Augenhöhe mit Russland gefunden werden könnten“.

Der stellvertretende Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Alexander Gauland, und andere führende Mitglieder der AfD waren bereits 2014 von russischen Diplomaten empfangen worden. Die AfD hatte auf ihrem Parteitag Ende November in Hannover erklärt: „Wir sehen Russland als legitimen Mitspieler im Konzert der Mächte und als einen wichtigen Partner im gemeinsamen Kampf gegen den islamischen Terror.“ (dpa)