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AfD will nicht mehr mit Bachmann

Die AfD will zwar unbedingt mit Pegida zusammenarbeiten. Mit Pegida-Chef Bachmann hat die Partei aber offenbar ein Problem. Einen Ersatzmann hat man sich schon ausgeguckt.

© Paul Sander

Hamburg/Dresden. Die AfD will zwar mit Pegida, aber nicht mit dessen Chef Lutz Bachmann kooperieren. Bei einem Treffen des sächsischen AfD-Landesvorstands mit Mitgliedern des Bundesvorstands am Dienstagabend sei beschlossen worden, auf Distanz zu Bachmann zu gehen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel unter Berufung auf Teilnehmer. Mitglieder würden aufgefordert, auf Auftritte mit dem Pegida-Frontmann zu verzichten und ihn nicht mehr zu AfD-Veranstaltungen einzuladen. Die Zusammenarbeit soll demnach künftig über Bachmanns Stellvertreter Siegfried Däbritz laufen.

Die AfD fürchtet laut dem Bericht, dass Bachmanns langes Vorstrafenregister Wähler vor allem im Westen verprellen könnte. „Wir können nicht die Rechtsbrüche der Bundesregierung anprangern und zugleich mit einem Rechtsbrecher auf der Bühne stehen“, zitiert das Magazin einen AfD-Vorstand. Auf Pegida selbst wolle die AfD nicht verzichten, die Straßenbewegung werde als Unterstützer gesehen.

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Sachsens AfD-Landesvorsitzender Jörg Urban war Anfang März der erste AfD-Politiker, der auf einer Pegida-Demo auftrat. „Pegida und die AfD sind dieselbe Bewegung“, sagte er. Zuvor hatte ein Parteikonvent der AfD mit großer Mehrheit beschlossen, dass Parteimitglieder bei Kundgebungen des Pegida-Bündnisses auftreten dürfen. Danach hatte unter anderem der AfD-Bundeschef Alexander Gauland an Bachmanns Vorleben erinnert und gesagt, er werde in jedem Fall nicht gemeinsam mit Bachmann auftreten. (dpa/SZ)