merken

Zittau

Afghanistan-Veteran will nicht in den Knast

Der Eibauer, der bei Ostritz mit seinem Pkw einen Motorradfahrer getötet hatte, ist gegen das Gerichtsurteil in Berufung gegangen. Am Donnerstag wird in Görlitz verhandelt.

©  dpa/Symbolbild

Anderthalb Jahre soll der inzwischen 33-jährige Eibauer Zeitsoldat ins Gefängnis. Zu dieser Freiheitsstrafe ohne Bewährung hatte ihn Richter Kai Ronsdorf im Dezember 2018 in Zittau verurteilt,  wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs.  

Der Mann war am 9. Juni 2017 gegen 22 Uhr, betrunken und übermüdet, auf der Straße zwischen Kiesdorf und Ostritz mit seinem Renault in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geraten und hatte einen 54-jährigen Motorradfahrer, auf den er frontal aufprallte,  tödlich verletzt. 

Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

Der Zeitsoldat, der auch in Afghanistan diente, hatte vor Gericht behauptet, unmittelbar nach dem Unfall eine 0,35-Liter-Flasche Schnaps getrunken zu haben und so den Promillewert von 1,6 erklärt.  Der beauftragte Gutachter konnte ihm diese Version zwar nicht direkt wiederlegen, aber er und auch das Gericht glaubten dem Angeklagten, der wegen Beziehungsproblemen ein gerade behandeltes Alkoholproblem hatte, nicht und verurteilten ihn.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Was den Todesfahrer vor dem Knast rettet

Der Afghanistan-Veteran baute zwischen Kiesdorf und Ostritz einen Unfall, sollte dafür 18 Monate ins Gefängnis und wehrte sich. Das neue Urteil brachte nun die Witwe zum Weinen.

Gegen das Urteil ist der Eibauer Afghanistan-Veteran  in Berufung gegangen, allerdings nicht gegen die Feststellungen des Gerichts selbst, sondern lediglich gegen das Strafmaß. Die Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs ist damit rechtskräftig. Am Donnerstag erfolgt deshalb ab 9.30 Uhr vor dem Görlitzer Landgericht keine erneute Beweisaufnahme. Es geht ausschließlich darum, ob die Höhe der Strafe angemessen ist, und ob sie nicht doch zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Das ist das offensichtliche Ziel des Angeklagten. 

Mehr lokale Nachrichten:

www.sächsische,.de/ort/loebau

www.sächsische.de/ort/zittau