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Airbus jongliert mit 3 600 Jobs

Schon vor längerem hatte Airbus angekündigt, weniger Maschinen etwa vom Großraumflieger A380 auszuliefern. Stellen-Streichungen würden auch deutsche Standorte treffen.

© Wolfgang Kumm / dpa

Toulouse/Augsburg. Nach einem Medien-Bericht über eine mögliche Streichung oder Verlegung Tausender Stellen hat der Luftfahrtkonzern Airbus ein Treffen mit dem europäischen Betriebsrat in der kommenden Woche bestätigt. Danach solle die Öffentlichkeit informiert werden, teilte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Paris mit.

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Das französische Magazin „Challenges“ hatte zuvor in seiner Online-Ausgabe berichtet, es gehe wegen der Produktionskürzungen beim Airbus A380 und dem Militärtransporter A400M um 3 600 Jobs vor allem in Bremen, Augsburg, im spanischen Sevilla sowie im britischen Filton. Die Werke in Hamburg und Stade könnten ebenfalls betroffen sein, französische Werke kaum. Der Plan soll am (7. März bekanntgegeben werden.

Der Airbus-Sprecher wollten den Inhalt des Berichts nicht kommentieren. Anpassungen beim weltgrößten Passagierjet A380 und beim Airbus A400M seien allerdings keine Neuigkeit.

Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl konnte einen möglichen Stellenabbau in seiner Stadt zunächst nicht bestätigen. „Bislang gibt es noch nicht einmal offizielle Pläne. Das was heute berichtet wird, ist dem Vernehmen nach und vom Unternehmen noch nicht bestätigt“, sagte der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2). Mit dem Konzern stehe er in ständigem Kontakt. „Deswegen bin ich ehrlich gesagt auch überrascht, wenn es jetzt eine weitergehende, größere Maßnahme sein sollte.“

Für den Fall von Jobkürzungen kündigte Gribl an, „dass wir die Ärmel wieder hochkrempeln müssten und zunächst gegen Stellenabbau der Höhe nach kämpfen würden - zusammen auch mit der Belegschaft, auch mit den Gewerkschaften zusammen, aber auch an einem Tisch mit dem Unternehmen.“ In Augsburg beschäftigt Airbus rund 2 000 Menschen, weltweit sind es etwa 129 000.

Airbus hatte bereits im Sommer 2016 bekanntgegeben, mangels ausreichender Bestellungen von 2018 an jährlich nur noch zwölf Maschinen des Typs A380 auszuliefern. Von 2019 an sollen es dann nur noch acht sein. Beim A400M soll der Auslieferungsplan um mehrere Jahre gestreckt werden.

„Jegliche verbundene Auswirkungen auf die Beschäftigten werden zunächst mit unseren Sozialpartnern besprochen werden“, sagte der Airbus-Sprecher. „Und wir sind immer bemüht, die besten Lösungen für unsere Beschäftigten zu finden.“ Das Unternehmen habe gute Erfahrung damit, diese Themen zu handhaben. Einen genauen Termin für das Treffen mit dem europäischen Betriebsrat nannte der Sprecher nicht. Der Konzern erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 67 Milliarden Euro. (dpa)