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Hohe Geldstrafe für Akif Pirinçci

Im Oktober 2015 hält der deutsch-türkische Autor bei einer Pegida-Kundgebung in Dresden eine Rede, die für einen handfesten Skandal sorgt. Jetzt wurde Pirinçci vom Amtsgericht Dresden wegen Volksverhetzung verurteilt.

© Youtube

Dresden. Der Bonner Autor Akif Pirinçci muss eine empfindliche Geldstrafe zahlen.

Laut einem am 1. Februar vom Amtsgericht Dresden ausgestellten Strafbefehl hat sich Pirinçci in einer Rede, die er bei einer Pegida-Demonstration in Dresden gehalten hatte, der Volksverhetzung strafbar gemacht. Er soll jetzt 180 Tagessätze zu je 65 Euro zahlen - insgesamt also 11 700 Euro.

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Pirinçci war am 19. Oktober 2015 auf Einladung des Pegida-Orgateams nach Dresden gekommen, um auf der Kundgebung zum ersten Geburtstag des rechtspopulistischen Bündnisses zu sprechen (Liveticker-Protokoll des Abends). Seine Rede und insbesondere eine geschmacklose NS-Analogien hatten im Nachgang bundesweit für Empörung gesorgt (Youtube-Video der Veranstaltung). Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann hatte am Folgetag für Pirinçcis Einlassungen um Entschuldigung gebeten.

Der Autor will sich gegen den Strafbefehl wehren und aus seiner Reaktion gegen das „im Hinterzimmer“ gefällte Urteil des Landgerichts „eine der größten Mediennummern machen, derer es hierzulande je gegeben hat“, so Pirinçci am Montagabend auf seiner Facebook-Seite. (szo)