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Aktiengesellschaft wird Görlitzerin

Die „Niiio finance group AG“ verlegt ihren Hauptsitz nach Görlitz. Derweil sucht ein Zoll-Dienstleister neue Mitarbeiter.

© Nikolai Schmidt

Görlitz. Vom neuen Jahr an wird Görlitz an den internationalen Finanzmärkten vertreten sein. Die Hauptversammlung der Niiio AG ist am Freitag im Görlitzer Rathaus zusammengekommen und hat wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Eine Entscheidung ist für die Stadt besonders wichtig: Die Aktiengesellschaft wird ihren Sitz von Köln nach Görlitz verlegen und damit hier auch Steuern zahlen. Die Niiio AG ist Finanzberater und Vermögensverwalter auf virtueller Basis. Das heißt, dieses Unternehmen entwickelt Software, über die Privatkunden und Unternehmen ihre Finanzen regeln können – ohne Umweg über eine Bank. Mit der gestrigen Hauptversammlung tritt eine Firmengeschichte in eine neue Phase, die vor elf Jahren in Görlitz ihren Anfang nahm. Der frühere Banker Johann Horch hat mit Unterstützung der Hochschule Zittau/Görlitz hier die Deutsche Software Engeneering and Research GmbH (DSER) gegründet und mit zunächst 25 Programmierern und Finanzexperten begonnen, Finanz-Software zu entwickeln. Eines der Schlüsselprodukte hieß zunächst „Munio“ (lateinisch: Ich schütze dich). Daraus leitete Horch den Namen der neuen Firma ab: „niiio“. Die Görlitzer GmbH kaufte in diesem Jahr eine Aktiengesellschaft in Köln auf und benannte sie um in „Niiio finance group AG“. Bisher hatte sie noch ihren Sitz am Rhein, nun wird er an die Neiße verlegt. Kürzlich eröffnete das Unternehmen Niederlassungen in Dresden und München, im Januar kommen Frankfurt am Main und Lüneburg hinzu. Die Mitarbeiterzahl steigt damit auf 150.

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Die KGH Customs Service GmbH teilte ebenso am Freitag mit, ihren Standort Görlitz auszubauen. Das schwedische Unternehmen bietet Zolldienstleistungen in Europa an und hat derzeit Büros auf der Rauschwalder Straße 50. In Görlitz plant das Unternehmen, von derzeit acht auf 30 Mitarbeiter zu wachsen. Geschäftsführer Konrad Kuhlmann lobt Görlitz als Sprungbrett in die osteuropäischen Märkte. Nun sucht er Sachbearbeiter, die sich mit Import und Export auskennen. (szo)

Weitere Infos unter www.kghcustoms.com