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Neue Fahrbahnplatte für Albertbrücke

Bis zum Frühjahr werden mehr als 30 Abschnitte betoniert. Über der Elbe haben sich Planer etwas Besonderes einfallen lassen.

© dpa

Von Peter Hilbert

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Die Bauarbeiten auf der elbaufwärts liegenden Seite der Albertbrücke gehen in die nächste Phase. Dort haben die Arbeiten an der neuen Fahrbahnplatte begonnen, teilt die Stadt mit. Zuvor war seit Ende Juli der Überbau abgebrochen worden. Die Brückenbauer hatten die Bögen freigelegt, sie wieder mit Beton aufgefüllt und eine ebene Ausgleichsschicht darüber aufgebracht.

Die Stahlbetonplatte für die neue Fahrbahn wird in Zehn-Meter-Abschnitten hergestellt. Auf der insgesamt 316 Meter langen Albertbrücke sind somit 32 Takte nötig. Der Schalwagen für die ersten Betonarbeiten im Stromfeld ist bereits aufgebaut.

Erforderlich ist es dabei auch, neue Konsolen herzustellen, die an der Unterseite der künftigen Fahrbahnplatte etwa einen halben Meter über die Stirnmauer hinausragen werden. Denn die bisherige Mauer mit ihren Sandsteinelementen musste mit einer Spezialsäge „geköpft“ und damit um einen knappen Meter gekürzt werden. Das war nötig, da die neue Fahrbahnplatte auf dieser und auch auf der anderen Seite um jeweils 1,80 Meter breiter wird, um genügend Platz für vier Fahrspuren samt Straßenbahngleisen und komfortable Geh- und Radwege zu haben. Diese werden jeweils rund vier Meter breit.

Die neuen, geschwungenen Konsolsteine sind den Formen der einstigen Sandsteine nachgestaltet worden. Sie wurden im Fertigteilwerk der Firma Hentschke, die die Brücke saniert, hergestellt. Die Bauleute setzen die etwa 1,50 Meter breiten Konsolsteine nun auf der gekürzten Stirnmauer auf. Aus den Teilen ragen noch Bewehrungsstähle hinaus. So können diese Halbfertigteile später direkt mit der neuen Stahlbeton-Fahrbahnplatte verbunden werden, deren Fußwegteil über den Brückenrand hinausragen wird.

Parallel dazu sanieren die Brückenbauer weiter die Sandsteinflächen. Damit sie auch an die Pfeiler und die anderen Stirnwände direkt über der Elbe herankommen, ist auf der Brücke ein weiterer Spezialwagen errichtet worden – eine auf Schienen fahrbare Stahlkonstruktion. Von der aus können sich die Sandsteinsanierer hinablassen, um die Flächen zu reinigen, ausgebrochene Stellen instand zu setzen oder Sandsteine ganz zu ersetzen.

Geplant ist, den Bau der Fahrbahnplatte bis März kommenden Jahres zu beenden. Dann können darüber die Dichtungsschichten und zuletzt der Asphalt aufgebracht werden. Im Juni 2015 soll diese Hälfte der Albertbrücke fertig sein, sodass Autos wieder in Richtung Neustadt rollen können. Bis Frühjahr 2016 wird dann die andere Seite saniert.