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Alkoholverbot vor dem DDV-Stadion wird gekippt

Laut Stadtverwaltung lässt sich ein weiteres Verbot nicht mehr rechtfertigen. Schon jetzt werden Verstöße nicht mehr verfolgt.

© Fabian Schr�der

Von Sandro Rahrisch

Vorm Dynamo-Spiel noch ein Bier am Stadion trinken, das war vor zehn Jahren verboten worden. Wer erwischt wurde, musste mit einer Geldbuße rechnen. Jetzt soll das Alkoholverbot vorm DDV-Stadion gekippt werden. Dieses sei laut sächsischem Polizeigesetz nicht mehr zulässig, so die Stadtverwaltung. Eine gesonderte Regelung, um das Verbot zu verlängern, scheitere mangels Delikten, die im Zusammenhang mit Trunkenheit vor und nach Spielen an der Lennéstraße, der Blüherstraße, der Parkstraße und der Grunaer Straße stehen, heißt es. Genaue Zahlen nennt die Verwaltung in ihrer Vorlage für die Stadträte nicht.

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Schon jetzt würden Verstöße nicht mehr verfolgt. Voraussichtlich im Mai wird der Paragraf ganz offiziell vom Stadtrat gestrichen. Die restlichen Vorschriften der Polizeiverordnung „Lennéstraße“ bleiben bestehen. So ist es auch in Zukunft verboten, betrunken das Stadion zu betreten. Auch Flaschen, Gläser und alkoholische Getränke aller Art dürfen nicht mit hineingenommen werden. Feuerwerkskörper sind ebenfalls tabu.

Kritisch wird die Abschaffung des Alkoholverbots von der Dresdner Gleichstellungsbeauftragten Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah gesehen. Sie verweist auf eine Richtlinie des Deutschen Fußballbundes (DFB), wonach es vor, während und nach Spielen untersagt ist, Alkohol mit auf das Stadiongelände zu nehmen. Bei Risiko-Spielen könne auch der Verkauf von Bier im Stadion untersagt werden. Allerdings gelten diese Regelungen nicht für die Straßenzüge ringsherum.

Die Beauftragte führt es auf das bisherige Alkoholverbot zurück, dass die Gewaltbereitschaft bei Heimspielen des Dresdner Vereins in den letzten Jahren abgenommen habe. (SZ/sr)