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Alle Jahre wieder: Standort-Debatte

Die Diskussion um einen Umzug vors Rathaus gehört zum Radeberger Weihnachtsmarkt irgendwie dazu.

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© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

Radeberg. Radebergs OB Gerhard Lemm ahnt es. „Diese Diskussion wird uns wohl jedes Jahr begleiten“, sagte er deshalb vorsichtshalber auch gleich mal zur Eröffnung des diesjährigen Weihnachtsmarktes am Donnerstagabend. Die Diskussion nämlich, ob der Radeberger Weihnachtsmarkt nicht doch lieber auf den Marktplatz zurückkehren sollte – wo er ja bis vor gut fünf Jahren zu finden gewesen war. Doch die Händlerschaft hatte sich letztlich für einen Umzug an die Stadtkirche entschieden. Und auch Radebergs OB ist überzeugt, „dass die Besucher spätestens dann, wenn sie hier auf dem Weihnachtsmarkt mit diesem wunderbaren Flair in der Kirchstraße und auf dem Platz vor der Kirche sind, diesen Standort klasse finden“. Er selbst, machte er gleich noch klar, er selbst sei jedenfalls echter Fan des Weihnachtsmarktes an der Stadtkirche. „Ich finde es hier richtig schön“, sagte Gerhard Lemm, bevor er Donnerstagabend zum großen Messer griff, um den Riesenstollen zum Weihnachtsmarktstart anzuschneiden.

Ein Umzug der kleinen Budenstadt zurück an den Markt, wo ja der große Weihnachtsmarkt alljährlich ein wenig einsam zwischen parkenden Autos steht, ist aktuell allerdings überhaupt kein Thema. Das stellt jedes Jahr auch Radebergs Stadtsprecher Jürgen Wähnert klar. Zum einen, weil wie erwähnt, der Umzug ja vor Jahren auch vor allem auf Wunsch der Händler erfolgt war. „Und weil die Händler wie auch die meisten Besucher sehr zufrieden mit dem Standort an der Stadtkirche sind“, so Jürgen Wähnert. Die Buden sind jedenfalls ausgebucht, „wir haben jedes Jahr um die 25 Händler, auch diesmal wieder“, freut sich der Stadtsprecher über die Resonanz.

Kunst-Eisbahn als Wunsch

Auch in Sachen Optik hatte es immer wieder mal Kritik am Weihnachtsmarkt auf dem Markt vorm Rathaus gegeben. Denn da die Buden rund um den Markt platziert waren, zeigten ihre nicht wirklich hübschen Rückseiten allesamt zu den Straßen, die um den Markt führen. Kein wirklich einladender Anblick, hieß es damals auch aus der Händlerschaft, was dann letztlich auch einer der Umzugsgründe zur Kirche gewesen ist.

Dass sich langfristig aber vielleicht doch noch mal etwas tut in Sachen weihnachtliches Leben rund um die beleuchtete Tanne auf dem Marktplatz, ist dennoch nicht ausgeschlossen. Immer wieder geistert ja bekanntlich die Idee durch Radeberg, parallel zum Weihnachtsmarkt an der Kirche auf dem Marktplatz einen Weihnachtsrummel aufzubauen. Auch eine Kunst-Eisbahn ist eine regelmäßig diskutierte Idee. Wobei hier natürlich die Kosten nicht unerheblich sein dürften – allerdings gibt es auch Alternativen aus „Plaste-Eis“.

Aber jetzt heißt es erst mal bis Sonntag: Weihnachtsmarkt-Stimmung in der Kirchstraße und an der Stadtkirche.