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Alles falsch gemacht

Die Monarchs verlieren in Berlin überraschend klar mit 7:30. Der Trainer findet deutliche Worte.

Von Cornelius de Haas

Die Analyse von Ulrich Däuber beginnt schon hart: „Wir sind nicht angetreten“, sagt der Trainer der Monarchs über die Leistung seines Teams beim 7:30-Debakel bei den Berlin Rebels. Dabei hatte die Saison für die Dresdner doch so verheißungsvoll begonnen. Vier Siege in vier Spielen, zuletzt das überzeugende 56:21 gegen Kiel im mit 7 100 Zuschauern gut besetzten DDV-Stadion.

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Doch das war wohl das Problem. „Einige haben offenbar gedacht, es geht so weiter und das Spiel auf die leichte Schulter genommen“, sagt Däuber, den diese Feststellung mächtig wurmen muss. Schließlich hatte er das Team doch zwei Tage vor dem Kick-off im Mommsenstadion noch einmal dafür zu sensibilisieren versucht, dass der Kopf eine entscheidende Rolle spielt. Vergebens. „Wir haben uns unter Wert verkauft und alles falsch gemacht“, sagt der 47-Jährige.

Dennoch gab es selbst im dritten Viertel noch die Gelegenheit, das Spiel zugunsten der Monarchs zu drehen. Doch seine Mannschaft habe sich zu sehr auf die zwei, drei Superstars verlassen, erklärt Däuber: „Die Spieler, die dann in die Bresche springen müssen, wenn es bei denen nicht läuft, habe die falschen Entscheidungen getroffen und unsere Gelegenheiten liegen lassen.“ Dennoch sieht er in der Niederlage etwas Gutes: „Es kann sich niemand hinstellen und mit dem Finger auf den anderen zeigen, denn jeder Mannschaftsteil kann es deutlich besser machen.“

Trotz des enttäuschenden Auftritts will der Coach von einem Straftraining absehen. Wohl auch, weil sich die Spieler ihrer Verantwortung bewusst sind. „Ich will nicht sagen, dass sie demütig sind. Aber alle, mit denen ich gesprochen habe, mussten einräumen, dass sie nicht ihre beste Leistung auf den Platz gebracht haben“, sagt Däuber, der froh ist, nun auf den Tabellenvorletzten aus Hildesheim zu treffen und nicht auf ein Schwergewicht wie Braunschweig.

In der anstehenden Trainingswoche soll es aber nicht vorrangig um den Gegner aus Niedersachsen gehen, sondern darum, aus den eigenen Fehlern zu lernen. Von der Analyse, sagt Däuber, nehmen sich die Coaches nicht aus. Damit der am Sonnabend verlorene zweite Tabellenplatz bald zurückerobert werden kann.