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Alles klar für die Skisaison

Dank vieler Spenden kann der „Alpinen Skiverein Lausche“ den Lift betreiben – die Volksbank Löbau-Zittau und die SZ helfen mit.

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© Archiv/Tilo Knöbel

Von Holger Gutte

Erleichtert schauen die Mitglieder des „Alpinen Skiverein Lausche“ jeden Tag ins Internet. Dank einer Spendenaktion der Volksbank Löbau-Zittau, die auch die Sächsische Zeitung unterstützt, ist nun der Start für die neue Skisaison gesichert. „Wir sind uns bewusst, dass wir in diesem Jahr zu 100 Prozent den Lift mit gespendetem Geld betreiben und verantwortungsbewusst und sensibel mit dem Geld umgehen“, sagt Vereinsvorsitzender Tilo Knöbel. Obwohl die Schneekanonen längst stehen, wird der Verein nicht bei Minus zwei Grad Celsius auf Teufel komm raus loslegen. „Das wäre ein Schildbürgerstreich. Wir brauchen mindestens stabil über einen Tag und eine Nacht minus fünf Grad. Zudem muss der Langzeitwetterbericht eine Frostperiode über mehrere Tage ankündigen“, erklärt er. Natürlich muss es auch schneien. Sonst kommen sie mit dem Pistenfahrzeug nicht zum Präparieren des Hanges auf die Lausche und würden nur Dreck auf den Kunstschnee bringen.

Um den Lift betreiben zu können, braucht der Verein 10 000 Euro Vorkasse für Strom- und Personalkosten. So eine Summe kann der Verein allein nicht stemmen. Trotzdem hat er jetzt das Geld. „Es ist phänomenal, wie die Leute uns bei der Crowdfunding-Aktion der Volksbank unterstützen“, sagt Tilo Knöbel. Mühsam hatte der Verein 6 000 Euro im Laufe des Jahres durch Werbung, Spenden und Zuschüsse erhalten. Mithilfe der neuen Spendenaktion hofften die Mitglieder um Tilo Knöbel, dass ihnen dadurch noch 2 000 Euro in die Vereinskasse gespült werden. Und dieser Wunsch ist mehr als aufgegangen. „Innerhalb von vier Tagen ist unser Vereinskonto mit 2 000 Euro gefüllt gewesen“, sagt er. Die Spielregeln der Aktion sind einfach. Erst braucht man eine bestimmte Anzahl von Unterstützern auf der Internetseite. Je nach Bedarf wird zudem in Abstimmung mit der Volksbank eine Zielsumme festgelegt. Erreicht man die nicht, geht das Geld an die Spender zurück. Damit das nicht passiert, hilft die Volksbank kräftig mit. Zu jeder Spende von mindestens fünf Euro legte sie zehn drauf. Und die Bank stimmte sogar dem Antrag des Vereins zu, seinen Kontoendbetrag bei der Aktion verdoppeln zu dürfen. Damit hätte der Verein dann ausreichend Geld für den Liftbetrieb.

Das ist geschafft. 5 066 Euro sind bereits auf das Spendenkonto für den Verein eingezahlt worden. 1 390 Euro davon stammen von der Volksbank. Die Zielsumme von 4 000 Euro ist damit schon weit überboten. Bis zum 31. Januar kann noch eingezahlt werden. Die jeweils zehn Euro der Bank gibt es aber nun nicht mehr. Vielleicht lässt die Bank auch hier noch mal mit sich reden, hofft Tilo Knöbel.