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Arbeit und Bildung

Allrounder für den Alltag

In Bischofswerda werden Hauswirtschafter für ganz Ostsachsen ausgebildet -ein Blick hinter die Kulissen zum Welttag der Hauswirtschaft.

Im Bildungszentrum Lausitz in Bischofswerda werden Hauswirtschafter für die gesamte Region ausgebildet. Aktuell arbeitet die Bildungseinrichtung mit 15 Unternehmen zusammen.
Im Bildungszentrum Lausitz in Bischofswerda werden Hauswirtschafter für die gesamte Region ausgebildet. Aktuell arbeitet die Bildungseinrichtung mit 15 Unternehmen zusammen. ©  privat

Bischofswerda. Das bisschen Haushalt macht sich von allein? Denkste! Wer einen Haushalt führen will, ist oft Manager, Controller, Koch, Gestalter und Gärtner in einem. Ohne soziale Kompetenz und Kommunikation geht dabei nichts. Kein Wunder also, dass Hauswirtschafter immer gefragter sind. Diese Erfahrung macht man zum Beispiel beim Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH in Bischofswerda. Hier, im Bildungszentrum Lausitz, lernen Hauswirtschafter, die später in Alten- und Pflegeheimen, Großküchen, Hotels, Kindereinrichtungen und Krankenhäusern der Region arbeiten. „Immer mehr Unternehmen merken, wie wichtig gute Hauswirtschafter sind“, weiß Karin Haschke, die Leiterin der Einrichtung. Vor allem in Pflegeeinrichtungen können sie viele Aufgaben übernehmen, die den Pflegekräften den Rücken für ihre eigentliche Arbeit freihalten.

Der Pflege den Rücken freihalten

Damit ist auch klar, wer in die Hauswirtschaft gehen will, sollte gern mit Menschen umgehen, teamfähig und kommunikativ sein. Für die Ausbildung braucht es außerdem einen Hauptschulabschluss. In Bischofswerda lernen die jungen Leute innerhalb von drei Jahren, wie man für eine gesunde ausgewogene Ernährung sorgt, wie man Räume kreativ gestaltet und natürlich, wie man mit einem Budget umgeht. Auch die Textil- und Raumpflege gehört zum Lehrplan. 16 Mitarbeiter hat das Bildungszentrum, darunter auch Meister der Hauswirtschaft. Das ist auch deshalb wichtig, weil die meisten Unternehmen, die Hauswirtschafter brauchen, selbst keine entsprechenden Experten vorhalten können. Die Ausbilder unterstützen auch den praktischen Teil der Lehre vor Ort in den Einrichtungen. 

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Unterstützung in den Betrieben

Karin Haschke kennt die Klischees rund um den Hauswirtschafterberuf. Dass die Realität ganz anders aussieht, merken die Azubis in Bischofswerda schnell. Gelernt wird nach qualitätsorientierten Richtlinien, mit hohen Praxisbezug und in modernen Fachkabinetten. Erst im vergangenen Jahr konnten Ausbilder und Schüler ihr frisch saniertes Lehrgebäude – ideal gelegen zwischen Stadtzentrum und Bahnhof – in Besitz nehmen. Die gute Verkehrsanbindung habe sich als echter Standortfaktor erwiesen, sagt Karin Haschke. Egal, ob über die Autobahn oder mit Bus und Bahn – der Anfahrtsweg zur Schule lasse sich für die Schüler, die auch aus dem weiteren Umland kommen, dadurch meist problemlos bewältigen.

Und auch das Vorurteil, Hauswirtschaft wäre nur etwas für Frauen, kann man im Bildungszentrum Lausitz entkräften. „Wir haben aktuell in jedem Ausbildungsjahrgang auch Männer“, sagt Karin Haschke. Wer sich für eine Ausbildung im Bereich der Hauswirtschaft interessiert, kann jederzeit Kontakt aufnehmen und nach Terminabsprache vorbeikommen. Im Bildungszentrum Lausitz besteht auch die Möglichkeit, ein Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) zu absolvieren und sich so auf eine spätere Ausbildung vorzubereiten. Oft entsteht dabei dann auch ein konkreter Berufswunsch. Bei der Umsetzung hilft das Team des Bildungszentrum gern. Neben Hauswirtschaftern werden hier im Rahmen der Verbundausbildung Metall auch Anlagen- und Zerspanungsmechaniker, Fachkräfte für Metalltechnik, Industrie- und Konstruktionsmechaniker sowie Anlagenführer, Mechatroniker und Werkzeugmacher ausgebildet. Dazu kommen zahlreiche Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote.

www.bsw-sachsen.de

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