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Alte Fotos und Dias digitalisieren

Welche Möglichkeiten gibt es?

© moritz320

Viele Hobbyfotografen kennen das Problem:

In ihrem Archiv haben sich Tausende von Papierabzügen angesammelt, deren Qualität von Monat zu Monat schlechter wird, weil der Zahn der Zeit an ihnen nagt. Die einzige Chance auf eine Rettung dieser Erinnerungen besteht darin, die Bilder zu digitalisieren. Hobbyfotografen haben dafür mehrere Möglichkeiten.

Wie kommen die Bilder und Dias in den Computer?

Bilder und Dias können auf verschiedene Arten digitalisiert werden. Mit einem Scanner, einer Kamera oder einer entsprechenden App für das Smartphone kann jeder Fotograf seine alten Schätze selbst digitalisieren – oder aber er nimmt den Service eines Dienstleisters in Anspruch. Wichtig ist in jedem Fall, dass Flusen und Staub bestmöglich von der jeweiligen Vorlage entfernt werden. Das gelingt am besten mit einem Staubpinsel, der mit einem Blasebalg ausgestattet ist oder mit einem Antistatik-Staubtuch. Beachten sollten die Hobbyfotografen außerdem, dass sie Rahmenglas und Papierbilder ausschließlich mit Baumwollhandschuhen anfassen sollten.

Scanner: Die Lösung für Papierbilder

Papierbilder lassen sich mit einem Flachbrett-Scanner am einfachsten digitalisieren. Entsprechende Geräte sind bereits für einen dreistelligen Betrag erhältlich. Wer sich für diese Variante entscheidet, sollte sich allerdings im Vorfeld über die Geräte informieren. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Scanner für Dias. Wer sich für ein entsprechendes Gerät interessiert, sollte sich jedoch im Vorfeld darüber informieren, um den passenden Diascanner für seinen Bedarf zu finden. Die Seite elektronik-magazin.com sammelt Diascanner Testberichte und gibt nützliche Tipps für den Kauf.

Gute Ergebnisse lassen sich aber auch mit guten Fotokopierern, wie sie in Copyshops, Büros und Betrieben stehen, erzielen. Diese Geräte haben den Vorteil, dass die Bilder über das interne Netzwerk an jeden beliebigen Arbeitsplatz geschickt werden können.

Damit zu Hause Gute Scans von Papierfotos gelingen, muss das Glas komplett frei von Fusseln und Flecken sein. Die Bilder werden möglichst gerade auf die Scanfläche gelegt werden. Das spart in der anschließenden Bildbearbeitung nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für eine bessere Qualität. Die User können übrigens problemlos mehrere Abzüge zugleich einscannen. Die Bilddatei, die dabei entsteht, lässt sich später problemlos in mehrere Dateien aufteilen.

Wichtig ist lediglich, dass der User die dpi-Auflösung einstellt, welche die Zahl der Bildpunkte pro Zoll oder Zentimeter definiert. In aller Regel reicht eine Auflösung von 300 bis 400 dpi völlig aus, es sei denn, das Foto sollte später größer ausgedruckt werden. Dann empfiehlt sich eine Einstellung auf 600 bis 1.200 dpi. Die Hochauflösung, die meist bei 4.800 dpi liegt, zu wählen, lohnt sich dagegen meist nicht. Der Grund: Dabei entstehen riesige Dateien, die viel Speicherplatz belegen, zudem dauert das Scannen und die Bildbearbeitung entsprechend länger.

Bilder abfotografieren

Wer sich nicht extra einen Scanner zur Digitalisierung von Bildern anschaffen möchte, kann die Bilder mit einer konventionellen Kamera oder mit Hilfe einer speziellen App mit dem Smartphone auch abfotografieren.

Allerdings sind die Ergebnisse meist schlechter als beim Scannen, weil es hier immer wieder zu typischen Fehlern wie Reflexionen, verkanteten Winkeln, Wölbungen oder einen ungleichmäßigen Lichteinfall kommen kann. Wer die alten Bilder dennoch abfotografieren möchte, sollte dazu die Normalbrennweite wählen oder allenfalls ein leichtes Teleobjektiv wählen.

Die Kamera muss für das Fotografieren exakt mittig über oder vor dem Bild platziert sein. Eventuelle Spiegelungen lassen sich mit einem Polfilter, der am Objektiv angebracht wird, eventuell ausblenden.

Ein Dienstleister – die bessere Alternative?

Die wohl bequemste Möglichkeit, um alte Fotos zu digitalisieren, stellen für den Verbraucher aber vermutlich externe Dienstleister dar. Diese scannen die Negative, Dias und Papierbilder und der Kunde bekommt seine Bilddateien auf einem Speichermedium nach Wunsch zurück. Der Vorteil besteht darin, dass die Qualität in aller Regel besser ist als bei eigenen Digitalisierungsversuchen, Extraleistungen wie das Reinigen der Bilder kosten aber üblicherweise extra.

Und wie ist es bei Filmen? Zukunft retten. Bevor sie das Digitalisieren in Angriff nehmen, sollten sie aber Infos zum Vorgehen bei Super 8 Filmen einholen. Denn auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Wichtige Faktoren sind hier beispielsweise der Umfang des Ausgangsmaterials oder die gewünschte Qualität nach der Digitalisierung.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Thomas Kopp.