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Alte Proben überführen Biathleten

Mit dem Russen Loginow und dem Ukrainer Sednew sind den Doping-Jägern zwei weitere Biathleten ins Netz gegangen. Dank neuer Analyseverfahren waren zunächst unauffällige Proben aus dem Jahr 2013 auffällig geworden.

© dpa

Salzburg. Im Kampf gegen Doping macht der Biathlon-Weltverband weiter mobil. Durch die erneute Untersuchung von alten, nicht bei Wettkämpfen entnommenen Proben hat die IBU den Russen Alexander Loginow und den Ukrainer Sergei Sednew als EPO-Sünder überführt. Dies teilte der Sportverband am Montag mit. Bei Loginow war eine am 26. November 2013 in Östersund zunächst unauffällige Doping-Probe neu analysiert worden. Auch den Test von Sednew vom 22. Januar 2013 in Antholz hatten die Doping-Fahnder noch einmal untersucht.

Der Russe Alexander Loginow bei einem Weltcuprennen in Oslo im März 2013.
Der Russe Alexander Loginow bei einem Weltcuprennen in Oslo im März 2013. © dpa

Loginow galt als große russische Biathlon-Hoffnung. Einen Einzelerfolg im Weltcup hatte der 22-Jährige noch nicht geschafft, allerdings stand er bereits dreimal auf dem Podest. Bei Olympia in Sotschi gab es für ihn keine Medaille. In der russischen Gold-Staffel, die knapp vor Deutschland gewann, lief er nicht. Im Dezember 2013 gehörte Loginow aber zu jenem russischen Quartett, das die deutsche Staffel beim Weltcup in Frankreich mit 0,3 Sekunden Vorsprung besiegte. Dieser und weitere Erfolge könnten nun aus den Ergebnislisten gestrichen werden.

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Der 31 Jahre alte Sednew hatte in seiner Karriere bereits einen Weltcup-Sieg geschafft, im Januar 2010 in Antholz. Dort wurde die nun auffällige gewordene Doping-Probe drei Jahre später entnommen. Insgesamt hat der Skijäger in seiner Laufbahn vier Podiumsplätze geholt. Bei der Weltmeisterschaft 2011 gewann er mit der ukrainischen Staffel die Bronze-Medaille.

Beide Skijäger verzichteten nach IBU-Angaben auf die Öffnung der B-Probe. Über die Dauer der Sperren wird der Verband noch entscheiden. Der Russe und der Ukrainer waren im Training kontrolliert worden. Das positive Ergebnis bei Sednew, der seine Karriere beendet hat, hatte der ukrainische Verband bereits am Sonntag öffentlich gemacht.

Vor allem bei russischen Biathleten gab es in der Vergangenheit immer wieder Dopingfälle. Zuletzt war eine Woche vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi Irina Starych positiv getestet worden. Sie wurde im Juli vom Anti-Doping-Hearing-Panel der IBU für zwei Jahre gesperrt.

Im Dezember 2008 waren Albina Achatowa, Jekaterina Jurjewa und Dimitri Jaroschenko des EPO-Missbrauchs überführt worden. Im Vorfeld der WM 2009 in Pyeongchang wurde das Trio gesperrt. Seinerzeit hatte die IBU angekündigt, den Anti-Doping-Kampf verschärfen zu wollen.

Jurjewa kehrte zurück, wurde aber in diesem Juli wegen wiederholten EPO-Dopings für acht Jahre aus dem Verkehr gezogen. Die ehemalige Weltmeisterin war 2013 bei Trainingskontrollen in Pokljuka zweimal innerhalb einer Woche positiv getestet worden. (dpa)