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Alte Roteiche muss fallen

Der über 100-jährige Baum auf der Kipsdorfer Straße ist krank. Acht neue ersetzen ihn.

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Am Montag wird die Säge auf der Kipsdorfer Straße kreischen. Dann fällen Fachleute eine kranke Roteiche, die zur ursprünglichen Pflanzung von 1895 gehört. Die starke Vorschädigung des Baumes in Verbindung mit notwendigen Tiefbauarbeiten im Wurzelbereich erfordere die Fällung, sagt der Leiter des Umweltamtes, Christian Korndörfer. Die Verkehrssicherheit sei gefährdet. Derzeit entsteht der neue Schulstandort Tolkewitz, und die Drewag verlegt vor dem Ausbau der Kipsdorfer Straße ab September neue Leitungen. Deshalb komme man um die Fällung nicht herum. Um diese Entscheidung zu treffen, hat die Stadt einen öffentlich vereidigten Sachverständigen mit einem Gutachten beauftragt.

Um eine andere, noch erhaltenswürdige Roteiche aus der Entstehungszeit der Straße zu bewahren, erfolgen die Tiefbauarbeiten hier in besonders wurzelschonender Bauweise.

Die Bäume sind Teil einer historischen Allee, die seit 1999 als Naturdenkmal „Eichen Kipsdorfer Straße“ festgesetzt ist und aus verschiedenen Eichen, wie Sumpf-Eiche, Zweifarbige Eiche, Roteiche, Stiel-Eiche und Scharlach-Eiche, besteht. Schon in den vergangenen Jahren mussten einige der über 100-jährigen Bäume gefällt werden, um die Verkehrssicherheit zu wahren. Und um Tiere zu schützen, die sich eventuell in vorhandenen Baumhöhlen und -spalten angesiedelt haben, sagt Christian Korndörfer vom Umweltamt. Als Ersatz für die Rot-Eiche pflanzen die Fachleute acht neue Bäume.

Im Dresdner Stadtgebiet gibt es 138 Naturdenkmäler, von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Waldbeständen und Wiesen. Alle Naturdenkmäler sind online im Themenstadtplan unter stadtplan.dresden.de, unter Stadtraum, Umwelt, Naturschutz einsehbar. (SZ/kh)