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Alte Schule nach Brand unbewohnbar

Die Familie aus Döbra kommt jetzt in einer städtischen Wohnung unter. Ob sie in ihr Haus zurück kann, ist ungewiss.

© Matthias Schlegel

Von Carina Brestrich

Liebstadt. Nach dem Brand am Montagabend ist die ehemalige Schule im Liebstädter Ortsteil Döbra unbewohnbar. Die dreiköpfige Familie, die in dem Gebäude wohnte, konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen. Sie war in der Brandnacht bei Nachbarn und Angehörigen untergekommen. Hilfe bietet jetzt unter anderem die Stadt an: „Wir stellen der Familie eine städtische Wohnung zur Verfügung“, sagte Bürgermeister Hans-Peter Retzler (Linke) am Dienstag der SZ.

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Wohnhaus in Flammen

Bis in die Mittagsstunden hatten die Kameraden am Dienstag Brandwache gehalten. Das Feuer war am Abend zuvor, etwa 20 Uhr, ausgebrochen. Laut Bürgermeister hatte ein Nachbar die Flammen entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Diese hatte zunächst Mühe, das Feuer in den Griff zu bekommen, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister Achim Schrön. Schnell hätte sich das Feuer über den gesamten Dachstuhl ausgebreitet. Die Gemeindefeuerwehr Liebstadt entschied sich daraufhin, Verstärkung anzufordern.

Insgesamt waren 48 Kameraden im Einsatz, unter anderem aus Bad Gottleuba, Börnersdorf. Außerdem griffen die Kameraden auf die Drehleiter der Wehr in Pirna zurück. „Möglicherweise ist die Situation unterschätzt worden. Wir werden dies jetzt gemeinsam auswerten“, sagte Schrön. Ein Durchzünden allerdings hätte auch bei einer anderen Entscheidung nicht verhindert werden können. „Durch die alte Bausubstanz ging das sehr schnell“, sagt Schrön.

Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Zwei Mitglieder der betroffenen Familie wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vom Notarzt untersucht. Ein Kamerad verletzte sich leicht beim Abbau der Schläuche. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, untersucht nun die Polizei. Gestern waren Spezialisten der Kriminalpolizei vor Ort. Allerdings: „Eine abschließende Aussage zur Brandursache ist noch nicht möglich. Die Ermittlungen dauern an“, heißt es von der Polizeidirektion Dresden. Ob die Familie ihr Haus je wieder beziehen kann, bezweifelt Schrön derzeit. „Was das Feuer nicht zerstört hat, hat das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen.“ Das Gebäude war einst Schule und wurde später, bis zum Jahr 2000, als Kita genutzt. (mit df)