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Dippoldiswalde

Rehefelder Brücke vom Schnee erdrückt

Am Wochenende wird die Querung über den Warmwasserbach bei Rehefeld abgebaut. Der Förderverein Pro Rehefeld hofft, dass sie neu errichtet werden kann.

Die Brücke über den Warmbach bei Rehefeld hat der Schneelast nicht standgehalten.
Die Brücke über den Warmbach bei Rehefeld hat der Schneelast nicht standgehalten. © Heide Dix

Die Holzbrücke über den Warmbach in Rehefeld führt nicht nur über den Bach, sondern auch über die deutsch-tschechische Grenze. Obwohl die derzeit nur im Ausnahmefall passiert werden darf, wurde die Brücke wohl gut genutzt. Das beweisen zahlreiche Ski- und Schuhspuren im Schnee.

Damit ist es jetzt vorbei: Als hätte ein Elefant als Letzter die Brücke überquert, hängt sie mittig geknickt im Wasser. Zwar regt sich wegen eines abgesägten Pfostens schnell der Verdacht, dass es sich um Vandalismus handeln könnte, doch bei näherem Hinsehen hat ein verleimter Holzbalken der Dauerbelastung des hohen Schneegewichts nachgegeben.

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Infotafel zur Rettung abgesägt

"An dem abgesägten Pfosten war eine Info-Tafel zur Kalkofenbrücke befestigt", sagt Heide Dix vom Förderverein Pro Rehefeld. "Wir haben sie erst einmal auf diese Weise in Sicherheit gebracht." Am Wochenende baut ein Loipen- und Wegeverantwortlicher der Stadt Altenberg die ganze Brücke ab: "Der Sachsenforst drängt darauf, sie zu beseitigen", sagt auch der Altenberger Hauptamtsleiter Marcel Reuter.

Schließlich steigt mit dem Wasser der Schneeschmelze die Gefahr, dass die Brückentrümmer etwas beschädigen: "Außerdem wollen wir das Material für einen Neubau retten", sagt Reuter.

Querung wichtig für Loipen und Wanderwegenetz

Denn der Weg, der an dieser Stelle über den Bach führt, ist Teil von beliebten deutsch-tschechischen Wanderrouten und auch des Skigebiets Winterwelt Rehefeld. Gerade läuft noch der Spendenaufruf des Rehefelder Fördervereins für einen Rundwanderweg über die Grenze, der ebenfalls genau hier entlangführen soll.

Über die Hälfte des anvisierten Spendenziels von 10.000 Euro ist bereits zusammengekommen. Die Vereinsmitglieder möchten sie für wetterfeste Infotafeln zu Geschichte, Geologie, Flora und Fauna der Gegend verwenden, zudem den "Grenzenlos wandern"-Weg mit Bänken und einer überdachten Sitzgelegenheit ausrüsten.

Die Brücke spielt in diesem Konzept eine wichtige Rolle. Der Verein hofft, die nach der Hochwasserzeit schnell wieder aufbauen zu können: "Diesmal schmaler, damit nicht wieder so viel Schnee darauf lasten kann", sagt Heide Dix.

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