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Verschneite Solarlampen bleiben dunkel

Kein Licht auf dem Altenberger Friedhof und in der Bergarbeitersiedlung. Schuld ist eine umweltfreundliche Neuerung.

Die solarbetriebene Straßenlampe am Parkplatz des Altenberger Friedhofs funktioniert nicht, weil Schnee das Solarpanel verdunkelt.
Die solarbetriebene Straßenlampe am Parkplatz des Altenberger Friedhofs funktioniert nicht, weil Schnee das Solarpanel verdunkelt. © Egbert Kamprath

Eine solarbetriebene Straßenbeleuchtung braucht zunächst einmal selbst Licht. Seit die Solarpanels der Leuchten in der Altenberger Bergarbeitersiedlung und am Friedhof Schneemützen tragen, ist dieses Prinzip der Energieerzeugung außer Kraft gesetzt: Die Leuchten bleiben dunkel, wenn es dunkel wird. Denn tagsüber fällt kein Licht auf die Solarzellen.

"Wir sind nur für die leitungsgebundenen Leuchten zuständig", sagt Sascha Schlauderer von den Technischen Diensten Altenberg (TDA). Wenn mit denen etwas sein sollte, könne man den Technischen Diensten einfach übers Internet Bescheid geben. "Auf allen Leuchten ist eine sechsstellige Nummer vermerkt, mit der wir den jeweiligen Standort direkt zuordnen können", sagt Schlauderer, "dann schauen wir nach, was los ist."

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Rehefelder Straßenzug wird von den TDA betreut

In Rehefeld sei beispielsweise gerade ein ganzer Straßenzug ausgefallen, um den sich die TDA in Zusammenarbeit mit der Sachsen Energie, ehemals Enso, kümmern wird: "Allerdings liegt dort ein richtiger Kabelschaden vor, sodass wir dort aufgraben müssen." Das wird länger dauern.

Doch die Solarleuchten in Altenberg gehören zu den nicht leitungsgebundenen. "Ich habe sie aufstellen lassen", sagt Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler). Und dem Schneedeckel und fehlendem Licht zum Trotz schiebt er hinterher: "Und ich bin ganz zufrieden mit ihnen."

Normalerweise geben die Solarlampen genug Licht

Die Leuchten am Friedhof stehen bereits seit einem Jahr: "Im vergangenen Winter war nicht so viel Schnee, da haben sie auch keine Probleme gemacht." Übers Jahr habe er sie beobachtet: "Normalerweise geben sie bis 23 Uhr ein ganz gutes Licht, genau, wie sie sollen."

Am Friedhof bestünde ohnehin keine Chance auf eine Leitungsverlegung für die Straßenlampen. "Doch diejenigen, die im Herbst schnell in Dämmerung geraten, wenn sie rund um den Totensonntag die Gräber ihrer Angehörigen besuchen wollen, sollen Licht haben", meint Kirsten.

Leitungen verlegen wäre langwierig und aufwendig

Für die beiden Leuchten an der Bergarbeitersiedlung, die da seit etwa einem Monat stünden, habe man sich entschieden, weil sich die anderen auf dem Friedhof im Großen und Ganzen bewährt hätten. Auch an der Ecke Mühlenstraße würde es noch lange dauern, ein Kabel zu verlegen. Solarpanel-Leuchten wären da eine schnellere Lösung.

„Zuletzt hat es die ganze Zeit geschneit, da hätte es sich nicht gelohnt, das Panel abzukehren“, sagt Kirsten. „Aber sobald kein Schnee mehr angesagt wird, schicke ich die Leute vom Bauhof los.“

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