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Unerwarteter Millionen-Zuschuss für Altenbergs Bobbahn

Der Haushaltsausschuss des Bundestags ordnet über Nacht den Etat fürs nächste Jahr - und bewilligt viel Geld für die Bobbahn in Altenberg.

Von Tino Meyer
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Altenberg, ein Wintersportmärchen. So soll es auch künftig aussehen an der Bob- und Rennschlittenbahn. Mit Blick auf die Rodel-WM 2024 bewilligt der Bund jetzt einen Millionen-Zuschuss.
Altenberg, ein Wintersportmärchen. So soll es auch künftig aussehen an der Bob- und Rennschlittenbahn. Mit Blick auf die Rodel-WM 2024 bewilligt der Bund jetzt einen Millionen-Zuschuss. © Egbert Kamprath

Altenberg. Unverhofft kommt oft – heißt ein Sprichwort, an das sich vielleicht auch die Verantwortlichen der Bob- und Rennschlittenbahn in Altenberg erinnert fühlen werden angesichts dieser Nachricht. Demnach erhält der Eiskanal im Osterzgebirge eine unerwartete finanzielle Unterstützung vom Bund in Höhe von 1,75 Millionen Euro.

Man wolle den Spitzensportstandort Deutschland auch durch attraktive und moderne Sportanlagen stärken, erklärte der für den Etat des Bundesinnenministeriums verantwortliche Bundestagsabgeordnete Thorsten Lieb nach der sogenannten Bereinigungssitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses am Donnerstagabend.

Das Geld soll im Hinblick auf die Rodel-WM 2024 für die Erweiterung von Start- und Zielgebäude sowie die Umgestaltung des Pressehauses verwendet werden. Tatsächlich gehört die Altenberger Bahn, die im Oktober zum 40. Mal vereist worden ist, immer noch zu den anspruchsvollsten der Welt, liegt mittlerweile in der Infrastruktur aber weit hinter internationalen Ansprüchen zurück.

Laut Lieb ist die Förderung der Wintersportstruktur in Altenberg ein Gewinn für ganz Deutschland. "Statt die Vergabe von Sportereignissen in Länder ohne entsprechende Tradition und unter schwierigen klimatischen Bedingungen oder in Länder mit kritischer Menschenrechtslage zu beklagen, sollten wir attraktive Angebote für internationale Wettbewerbe im eigenen Land machen", betonte der FDP-Politiker.

Auch das Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) in Leipzig profitiert von den Ergebnissen der Bereinigungssitzung, in der der Haushaltsausschuss unter anderem über noch offene Zuschussanfragen für Projekte berät, mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 1,49 Millionen Euro. An dem trainingswissenschaftlichen Zentrum werden deutsche Spitzenathleten sowie die nationalen Verbände wissenschaftlich begleitet.