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Bob-WM 2021

Er macht die Bob-WM Corona-sicher

Marc Bodis ist Hygienebeauftragter an der Bobbahn in Altenberg. Über die Herausforderungen seines freiwilligen Jobs spricht er im Podcast Dreierbob.

Marc Bodis sorgt für die Sicherheit an der Bobbahn in Altenberg. Wegen Corona ist er zusätzlich auch Hygienebeauftragter.
Marc Bodis sorgt für die Sicherheit an der Bobbahn in Altenberg. Wegen Corona ist er zusätzlich auch Hygienebeauftragter. © [M] Egbert Kamprath/SZ

Altenberg. Eigentlich ist Marc Bodis Betriebsleiter einer Dresdner Firma, die auf die Nachrüstung von Fahrzeugelektronik spezialisiert ist. Mit Navigationssystemen kennt er sich bestens aus. Bei der Bob-WM in Altenberg ist er zwar auch den ganzen Tag mit Navigieren beschäftigt, allerdings hat das weniger mit Autos zu tun. Bodis sorgt an der Bahn für die Sicherheit. Athleten, Trainer, Bahnpersonal: Auf sein Kommando hören alle - und jetzt, da es spezielle Corona-Regeln gibt, erst recht. Denn zusätzlich ist Bodis nun auch Hygienebeauftragter.

Im Dreierbob, dem Podcast zur WM von Sächsische.de, erzählt er, wie er zu dieser Aufgabe gekommen ist. Im Oktober habe ihn Bahnchef Jens Morgenstern gefragt, ob er es sich vorstellen könne, beim Erstellen des Hygienekonzepts mitzuwirken und auch die Funktion des Verantwortlichen zu übernehmen. "Ich durfte nur 'Ja' oder 'Ja' sagen. Die Entscheidung fiel mir aber auch leicht", scherzt Bodis. Welches Ausmaß die Aufgabe würde annehmen, war ihm allerdings im Frühherbst noch nicht klar.

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Corona-Kontrollen in der Feuerwache

"Das Thema ist irgendwie immer größer geworden", stellt er rückblickend fest. "Angefangen hat alles mit Abstimmungen mit den Behörden, damit unser Hygienekonzept genehmigt wird." Danach seien viele logistische Herausforderungen zu bewältigen gewesen. Die größte wahrscheinlich das speziell für die Teilnehmer und Helfer bei der Weltmeisterschaft eingerichtete Corona-Testzentrum. Das befindet sich in der Feuerwache von Oberbärenburg, etwa zwei Kilometer entfernt von der Bobbahn.

Zuerst haben Bodis und sein Team eine Raumplanung in Skizzen aufgezeichnet. "Es sollte sich während der Corona-Tests ja niemand begegnen. Das muss alles passen." Danach folgten der Aufbau der Anlage und die Einarbeitung von Personal. Dazu zählen Kräfte des DRK, freiwillige Helfer und Ärzte. "Und jetzt sind wir in der Lage dort 150 bis 180 Schnelltests pro Stunde zu machen." Insgesamt sollen es in den rund zwei WM-Wochen wohl 3.000 Test werden.

Bei positiven Tests gibt es ein klares Prozedere, das Bodis überwacht. "Fällt ein Test positiv aus, muss sich die betreffende Person absondern. Zusätzlich wird noch ein PCR-Test genommen. Und der muss dann schnellstmöglich per Kurier in ein Labor nach Halle an der Saale." Binnen 24 Stunden, so der Plan, sollen spätestens zweifelsfreie Ergebnisse vorliegen.

Bodis macht das alles freiwillig. "Ich bin seit 2016 jeden Winter an der Bahn dabei. Mein Vater hat hier auch schon im Eis gearbeitet." Er sieht seine Aufgabe weniger als Belastung, sondern gerade in der aktuellen Corona-Zeit als Abwechslung. "Und ich bilde mich auf einem neuen Gebiet weiter. Das hilft mir auch bei meiner Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr."

Mehr Details zum Ablauf der WM unter Corona-Bedingungen und das ganze Gespräch mit dem Hygienebeauftragten Marc Bodis hören Sie im Podcast Dreierbob.

Das Podcast-Gespräch wurde über einen Videoanruf aufgezeichnet. Alle am Gespräch beteiligten Personen saßen ausreichend weit voneinander getrennt an verschiedenen Orten.

So können Sie den Podcast hören

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Alles über die WM erfahren Sie auf unserer Themenseite BOB-WM 2021.

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