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Friedrich gewinnt Zweierbob-Weltcup in Altenberg

Auf seiner Heimbahn hat der Pirnaer Pilot den Angriff von Teamkollege Johannes Lochner abgewehrt. Zuvor war Solofahrerin Laura Nolte Dritte geworden.

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Der Sachse Francesco Friedrich grüßt nach seinem Sieg im Zweierbob auf seiner Heimbahn in Altenberg.
Der Sachse Francesco Friedrich grüßt nach seinem Sieg im Zweierbob auf seiner Heimbahn in Altenberg. © Robert Michael/dpa-Zentralbild

Altenberg. Der Angriff von Johannes Lochner auf der Heimbahn von Francesco Friedrich gelang nur zur Hälfte. Der Doppel-Olympiasieger lag am Samstag mit Anschieber Alexander Schüller in Altenberg nach Lauf eins noch 0,16 Sekunden hinter Lochner, drehte dann aber auf und hatte am Ende 24 Hundertstelsekunden Vorsprung auf den für Stuttgart startenden Berchtesgadener, der mit Christopher Weber fuhr. Im Ziel klärte Lochner dann sein Malheur auf. "Ich habe fast nichts gesehen, weil ich Probleme mit dem Visier hatte. Das geht auf dieser Bahn eigentlich nicht", sagte Lochner.

Sein Helm stand vor dem zweiten Lauf zu nahe an einem Heizlüfter, deswegen schmolz das Innenvisier. "Ich bin mehr oder weniger die Bahn heruntergestürzt, da hatte ich natürlich keine Chance mehr gegen Francesco, denn alles war beschlagen", sagte der Bayer und betonte: "Der zweite Platz ist mir wurscht, Hauptsache wir sind auf vier Kufen angekommen, es hätte auch anders ausgehen können."

Friedrich selbst hatte nach eigener Aussage "keinen guten Tag. Ich war etwas träge, war zu spät an den Lenkseilen. Und die Bahn ist richtig hart, da summieren sich dann die Fehler", sagte der Sachse. Dritter wurde der Russe Rostislaw Gaitiukewitsch. Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach landete mit Matthias Sommer auf Platz fünf und verbuchte somit die bislang beste Saisonplatzierung.

Zuvor fuhr die Winterbergerin Laura Nolte auch im dritten Monobob-Saisonrennen aufs Podium. Die WM-Dritte im Zweier- und Mono-Bob kam am Samstag auf dem anspruchsvollen Eiskanal in Altenberg auf Rang drei. Den Sieg sicherte sich die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus den USA vor der der Kanadierin Cynthia Appiah.

Die Wiesbadenerin Kim Kalicki kam nach einem Sturz im zweiten Lauf auf Rang zwölf. Sie hatte jedoch Glück, denn ihr Schlitten richtete sich in der nächsten Kurve wieder auf. Zweierbob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka vom BRC Thüringen landete direkt hinter ihr auf Platz 13. (dpa)