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Altenberg: Ärger an der Bushaltestelle

„Am Klengelpark“ in Hirschsprung fehlt ein Wartehäuschen. Doch eine Lösung ist in Sicht.

Von Anja Ehrhartsmann
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Kinder, die "Am Klengelpark" in Hirschsprung frühmorgens in den Schulbus steigen, müssen ungeschützt im Freien warten.
Kinder, die "Am Klengelpark" in Hirschsprung frühmorgens in den Schulbus steigen, müssen ungeschützt im Freien warten. © privat

Deutliche Worte fand Altenbergs Ortsvorsteher Jens Schröfel auf der jüngsten Altenberger Stadtratssitzung. An der Haltestelle „Am Klengelpark“ im Ortsteil Hirschsprung fehle nach wie vor ein Wartehäuschen. Die Schulkinder müssen deshalb bei Wind und Wetter im Freien stehen. "Das sind keine Zustände", so Jens Schröfel. Bereits im September 2019 hatte der Ortschaftsrat deshalb bei der Stadtverwaltung angefragt, erläuterte der Ortsvorsteher. Noch im selben Jahr seien ihnen auch zwei Varianten vorgeschlagen worden, von denen der Ortschaftsrat eine favorisiert hätte. "Seither werden wir immer vertröstet. Es gibt weder eine provisorische Lösung noch sonst etwas. Wir gehen jetzt in den dritten Winter. Ich bitte mit Nachdruck um eine Lösung."

Und diese fand sich auch noch während der Sitzung. Er habe noch eine Hütte, die er als Provisorium zur Verfügung stellen würde, sagte Mathias Wolf, Stadtrat und Ortsvorsteher von Liebenau. Mit diesem Ergebnis schien Jens Schröfel nun erstmal zufrieden zu sein. Der städtische Bauhof soll die Hütte nun zügig aufbauen, denn in der kommenden Woche beginnt die Schule wieder.

Für den Bau der Bushaltestelle seien Angebote eingeholt worden, wie es aus dem Altenberger Rathaus auf Nachfrage von Sächsische.de heißt. Die Kosten für die bevorzugte Gestaltungsvariante liegen bei etwa 15.000 Euro und müssten von der Stadt in voller Höhe übernommen werden. Im Haushalt 2021/2022 stünden dafür allerdings keine Mittel bereit. Eine Förderung sei deshalb nicht möglich, weil bestimmte Anforderungen an dem geplanten Standort „ Am Klengelpark“ nicht erfüllt werden könnten. Die Haltestelle müsse mindestens ausreichend Platz für einen Dreiachser-Bus bieten. Um einen barrierefreien Einstieg zu ermöglichen, müsste ein sogenanntes Kasseler Sonderbord eingebaut werden und die Aufstellfläche für die Busreisenden müsste eine genormte Mindestfläche besitzen. Alles Anforderungen, welche die Stadt Altenberg nicht erfüllen kann.