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Geisinger Prinzenpaar tanzt online

Der Prinzenwalzer des Geisinger Ski- und Eisfaschings wird getanzt. Anders als sonst, dafür noch ideenreicher und lustiger. Mitmachen kann jeder.

Das Geisinger Prinzenpaar Michael Sommerschuh und Constanze Schmidt lädt mit Hofnarr Matthias Giegling zum Walzertanz per Video ein. Rund 20 Filmclips sind bereits zusammengekommen - es könnten noch viel mehr werden.
Das Geisinger Prinzenpaar Michael Sommerschuh und Constanze Schmidt lädt mit Hofnarr Matthias Giegling zum Walzertanz per Video ein. Rund 20 Filmclips sind bereits zusammengekommen - es könnten noch viel mehr werden. © Egbert Kamprath

Es ist noch ein reichlicher Monat bis zum großen Geisinger Faschingsumzug - normalerweise. Doch bekanntermaßen läuft auch Anfang dieses Jahres alles anders. Es ist ruhig auf den Straßen im Ort. Keiner trifft sich, um in einer Scheune am neuen Prinzenwagen zu bauen. Doch dies ist nur der erste Schein. Hinter den Kulissen wird eifrig probiert, geübt und geprobt.

Denn ein Fasching ohne Prinzenwalzer kann sich in Geising keiner vorstellen - dafür aber Wege, wie sich das coronakonform bewerkstelligen ließe. Dann bekommt das närrische Treiben eben ein anderes Gesicht - getreu dem Motto der 73. Session: „Corona ist uns scheißegal, wir feiern Fasching digital“.

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Tanzpaare in vielen Konstellationen

Das Prinzenpaar Covid XIX. und Corona I. alias Michael Sommerschuh und Lebenspartnerin Constanze Schmidt setzte Anfang Dezember den Startschuss für eine Mitmachaktion vor der Kamera. Immer mit dabei: Matthias Giegling als Hofnarr Digi Giggi. Den Filmclip ihres formvollendet getanzten Prinzenwalzers stellten sie auf die Internetseite des Geisinger Ski- und Eisfaschings ins Netz und forderten andere auf, es ihnen gleich zu tun.

Die Schülerprinzen als Weihnachtswichtel, die Funken unter Tage, der buchstäblich letzte Tanz im Geisinghof, ein Virenreigen auf einer Erzgebirgswiese oder ein vierfacher Pärchentanz mit Schneeflocken und Weihnachtsmännern rund um die Pyramide - nach dem Aufruf ließen die Einsendungen nicht lange auf sich warten.

Selbst Moritzburg und der Fürstenwalder Leuchtturm dienten schon als Drehorte. Insgesamt sind bislang rund 20 Beitrage zusammengekommen. Und es haben noch mehr Leute ihr Mitwirken angekündigt.

Leitenhof als Filmkulisse für den Silvestertanz

Um die Sache weiter in Schwung zu halten, erkor das Prinzenpaar kurz vor dem Jahreswechsel den Leitenhof zur Filmkulisse. Zu Walzerklängen erschien per Beamer ein großes Feuerwerk in leuchtenden Farben und das Logo des Geisinger Ski- und Eisfaschings an der abendlichen Fassade. Auf drei Minuten Länge geschnitten, ging der Tanz noch rechtzeitig zu Silvester ins Netz.

Bilder statt Böller: Die Fassade des Geisinger Leitenhofs wurde zur Projektionsfläche für ein riesiges Feuerwerk.
Bilder statt Böller: Die Fassade des Geisinger Leitenhofs wurde zur Projektionsfläche für ein riesiges Feuerwerk. © Egbert Kamprath

Alle Filmclips zusammen sollen am Ende den größten virtuellen Prinzenwalzer bilden, den es je gab. „Alle, die mitmachen wollen, können das immer noch gern tun“, wendet sich Michael Sommerschuh auch an befreundete Faschingsvereine der Umgebung.

Einsendungen bis Ende Januar möglich

Noch bis zum 31. Januar nimmt der Geisinger Faschingsverein Einreichungen entgegen. Wer möchte, kann seinen Clip im eigenen Facebook- oder Instagram-Auftritt veröffentlichen und mit den Geisingern verlinken oder direkt auf der Internetseite des Ski- und Eisfaschings hochladen.

Die Neueinsendungen im Internet werden jeweils montags und donnerstags ab 20 Uhr im Netz veröffentlicht und sind ab da für alle sichtbar. Zum Fasching ist auch geplant, die Beiträge über Kabelfernsehen in Antenne Altenberg auszustrahlen. „Es muss aber nicht zwangsläufig ein Walzertanz sein“, ergänzt Michael Sommerschuh. „Gefragt ist jeder witzige Film.“

Der amtierende Prinz hofft, dass sich noch mehr von jenen Faschingsbegeisterten beteiligen, die sonst beim großen Umzug durch die Stadt dabei sind. Man könne ja sein eigenes „Umzugsbild“ coronagerecht in Szene setzen und auf Film festhalten.

Auch Filme ohne Walzer willkommen

So bot Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten nicht ganz freiwillig die Steilvorlage für einen besonderen Weihnachtsgruß des Geisinger Prinzenpaars. In seinem Videoclip zum Fest wünschte das Altenberger Stadtoberhaupt: „Nächstes Jahr feiern wir die fünfte Jahreszeit wie immer!“ - für das Faschingsvolk natürlich ein willkommener Aufhänger.

Schließlich beanspruchen die Narren die fünfte Jahreszeit seit jeher für sich. So entstand mit Covid19., Corona 1. und Hofnarr Digi Giggi der hochmusikalische Beitrag „Weihnacht in Quarantäne“ - ein amüsanter Ohrwurm über einen ungestörten Weihnachtsabend mit Klopapier und Hefewürfeln unterm Weihnachtsbaum und einem Festtagsbraten im Hühnerstall.

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Bis zum Fasching kommen sicher noch einige Beiträge mehr im Internet zusammen. Und auch wenn zur nächsten Session hoffentlich alle wieder zusammen feiern können: Digitale Beiträge könnten ein fester Bestandteil des Programms bleiben. Ob nun als gefilmte Prunksitzung oder als Werbemittel, das weit über die Ortsgrenzen von Geising hinausreicht.

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