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Altenberger Bobbahn springt für Königssee ein

Nach der Übernahme von Trainingstagen und Wettkampfterminen startet der Eiskanal im Kohlgrund in eine eng getaktete Saison.

Für Lokalmatador Francesco Friedrich, hier beim Weltcup 2019, stehen in der nächsten Saison mehrere Heimspiele auf der Altenberger Bobbahn an.
Für Lokalmatador Francesco Friedrich, hier beim Weltcup 2019, stehen in der nächsten Saison mehrere Heimspiele auf der Altenberger Bobbahn an. © Daniel Förster

Die neue Saison am Sachsen-Energie-Eiskanal ist schon in Sichtweite, und sie wird lebhaft: Am 5. Oktober beginnen Eismeister Ralf Mende und seine Mitarbeiter mit der Vereisung der Betonröhre. Bis dahin stehen noch ein paar kleinere bauliche Anpassungen an. Doch die größte Vorarbeit haben WiA-Geschäftsführer Jens Morgenstern und sein Team schon geleistet: "Wir mussten in den letzten Wochen einige Dinge auf Links ziehen", sagt Morgenstern.

Denn nachdem die Bobbahn in Königssee Mitte Juli von einer Gerölllawine nach den heftigen Unwettern im Berchtesgadener Land so schwer beschädigt wurde, dass sie für die nächste Wettkampfsaison nicht zur Verfügung steht, hatten der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) Lehrgangs- und Trainingsmaßnahmen, die dort stattfinden sollten, in einer Konferenz mit den deutschen Bobbahn-Betreibern unter Altenberg, Oberhof und Winterberg aufgeteilt.

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Durchgängig Welt- oder Europacups

Zudem ist auch der BMW IBSF Bob und Skeleton Weltcup vom 29. November bis 5. Dezember in Altenberg gelandet, auch dank der finanziellen Unterstützung von SachsenEnergie. "So etwas bedeutet natürlich generell viel Planungsarbeit. Unsere Saisonplanung war ja eigentlich schon fertig", sagt Morgenstern. "Jetzt mussten wir schauen: Was lässt sich schieben, wo sind die Zeiten absolut fest verplant."

Nun ist zwischen dem 22. November und dem 9. Januar nahezu durchgängig Europacup- und Weltcup-Zeit in Altenberg. Drei Weltcups, zwei Europacups sowie ein Intercontinentalcup werden auf dem Sachsen-Energie-Eiskanal ausgetragen.

Finanzielle Unterstützung von Freistaat und Landkreis

"Der Freistaat Sachsen und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und auch unsere Sponsoren SachsenEnergie und die Ideal-Versicherung haben uns schon eine finanzielle Unterstützung für die Mehrbelastung zugesagt", sagt Morgenstern. Eine Zusage der Stadt Altenberg stünde noch aus. Anfang des Jahres hatten die Altenberger Stadträte im Haushaltsplan 2021/22 allerdings die Ausgaben für Sportveranstaltungen gekürzt.

Was jetzt schon sicher ist: "Wir werden Helfer auf jeden Fall gut gebrauchen können", sagt Jens Morgenstern. Die Wettkämpfe sollen eigentlich mit Zuschauern stattfinden: "Ich meine: Viererbob-Rennen und unsere Lokalmatadore - da haben wir gute Chancen, die Zuschauerreihen voll zu bekommen", sagt Morgenstern, "aber niemand weiß, wie sich Corona und die Regularien bis dahin entwickeln werden."

Helfer werden immer gebraucht

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Eigentlich sind die Helfer wichtig für die Zuschauerlenkung. Aber die Erfahrungen der letzten Bob-WM mitten im Lockdown zeigten: Für die Schutzkonzepte der Altenberger Bobbahn sind sie ebenfalls dringend nötig: "Damals haben wir ja jeden mit Uhrzeit erfasst, der auf die Bahn kam oder sie verließ", erinnert sich Morgenstern. "Dazu kamen die regelmäßigen Testreihen."

Falls die Ansteckungszahlen wieder solche Sicherheitsbedingungen nötig machen sollten, muss die WiA Altenberg nicht bei null anfangen: "Unsere Konzepte hatten ja hervorragend gegriffen."

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