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Geisinger Eisfasching unterstützt Bob-WM

Die Bobbahn hat eine Jerusalema-WM-Challenge ausgerufen und der Elferrat sammelt Walzer-Videos. Mittanzen unbedingt erwünscht.

Die Geisinger Elferratsfrauen tanzen für die Eröffnung der Bob- und Skeleton-WM im Schnee zu Jerusalema.
Die Geisinger Elferratsfrauen tanzen für die Eröffnung der Bob- und Skeleton-WM im Schnee zu Jerusalema. © Egbert Kamprath

Dieses Jahr müssen sich die Bob- und Skeleton-WM und der Geisinger Ski- und Eisfasching nicht darüber einigen, wer wann seine Eröffnung feiert. Die Termine liegen zehn entspannte Tage auseinander. Zudem besteht beim andauernden Corona-Lockdown ohnehin keine Gefahr, sich gegenseitig Publikum und Helfer abspenstig zu machen - hier wie dort kann niemand die gewohnten Menschenmassen empfangen.

Doch eine Grußadresse an die Bobbahn zu schicken, dass geht immer noch. Als die WiA Altenberg zu einer WM-Challenge aufrief, bei der es gilt, zum Jerusalema-Song von Master KG ein paar synchrone Schrittfolgen hinzulegen, wurde der Geisinger Elferrat hellhörig.

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Elferratsfrauen im Einsatz für die Bob-WM

"Also die Elferratsfrauen, um genau zu sein", sagt Faschingspräsident Michael Gödiker. Die traten nahezu vollständig zu neunt an, nahmen am Wochenende die Schrittfolge auf "und haben das Video auch schon losgeschickt", sagt Gödiker.

Für die virtuelle Eröffnungsfeier der Bob und Skeleton-WM sprach auch Präsident Michael Gödiker ein Grußwort zum Jerusalema-Tanz der Elferrat-Frauen
Für die virtuelle Eröffnungsfeier der Bob und Skeleton-WM sprach auch Präsident Michael Gödiker ein Grußwort zum Jerusalema-Tanz der Elferrat-Frauen © Foto: Egbert Kamprath

"Wir haben schon ein paar Einsendungen bekommen", sagt WiA-Pressesprecherin Uta Schirmer. "Es ist natürlich toll, dass der Eisfasching dabei ist." Auf der Facebookseite der Bobbahn sind schon erste Jerusalema-Tänze zu sehen. "Richtig gefreut habe ich mich auch, dass die Bobmädels dabei sind", sagt Schirmer. Das deutsche Bob-Team der Frauen tanzt vor einem prächtigen Alpenpanorama - wahrscheinlich nutzten sie die Gelegenheit beim Weltcuprennen in St. Moritz am vergangenen Wochenende.

Für weitere Einsendungen bleibt noch Zeit bis zum 27. Januar. Als Bestandteil der virtuellen Eröffnungsfeier der WM sollen sie am 4. Februar im Netz übertragen werden.

Schwung für die digitale Variante

Derweil sammelt auch der Geisinger Eisfasching Tanzvideos - ein klassischer Walzer, der normalerweise in den Abend des Faschingsdienstags gehört. "Der wird eigentlich im Leitenhof getanzt", sagt Michael Gödicker. Weil das nicht klappen wird, hat der Verein schon vor Weihnachten einen Aufruf gestartet, den Walzer zu tanzen, getreu dem Motto: "Das Virus ist uns scheißegal, wir feiern Fasching digital."

Das Geisinger Prinzenpaar Covid 19. und Corona 1. organisiert eine digitale Variante, damit die 73. Saison des Ski- und Eisfaschings Geising nicht ausfällt.
Das Geisinger Prinzenpaar Covid 19. und Corona 1. organisiert eine digitale Variante, damit die 73. Saison des Ski- und Eisfaschings Geising nicht ausfällt. © Egbert Kamprath

"Das war eine Idee unseres Prinzen, und der hat sich auch energisch dahintergeklemmt", sagt Gödiker. Das Prinzenpaar Covid 19. und Corona 1., auch bekannt als Michael Sommerschuh und Constanze Schmidt, haben den Reigen nicht nur mit einem Eröffnungsvideo begonnen, sondern auch selbst immer wieder für neuen Schwung gesorgt - einmal auch mit einem Walzer im Zentrum des Kreisels der Bobbahn.

Schwierige Saison fürs Prinzenpaar

"In diesem Jahr Prinz zu sein - das ist nicht jedermanns Sache", sagt Gödiker. Keine Aussicht auf Besuche bei den Partnervereinen in Bad Schandau und Fürstenwalde, dafür auf eher fünf tote als fünf tolle Tage, auf abgesagte Proben und Prunksitzungen vor der Kamera statt vor Publikum: "Da war es nahezu aussichtslos, jemand dafür zu gewinnen."

Doch am 11. 11., kurz vor 24 Uhr, gaben Michael Sommerschuh und Constanze Schmidt doch noch ihre Zusage, das Prinzenpaar der 73. Saison sein zu wollen. Auf ihre Initiative hin, tatkräftig unterstützt von Matthias Giegling als Hofnarr Digi Giggi, sind inzwischen über 60 Filme von Walzerpaaren eingetroffen - gedreht im Dresdner Dynamo-Stadion, in der Geisinger "Imbe" oder in der Backstube.

Filme werden ab 6. Februar auf Antenne Geising gezeigt

"Wir können noch bis 31. Januar die Filme entgegennehmen", sagt Gödike. Am 6. Februar werden dann alle Einsendungen hintereinanderweg als großer Walzer zusammen mit der ersten Prunksitzung um 18.30 Uhr ausgespielt. "Wir zeigen das erstmal auf Antenne Geising, am 7. Februar dann auf Antenne Altenberg." Danach würde der Reigen nochmal auf der Homepage veröffentlicht.

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Auch wenn die 73. Saison mit dieser Idee gerettet ist - die nächste möchte Gödiker lieber wie immer feiern: "Mit Proben und den Zurufen aus dem Publikum." Wichtig wären doch die vielen kleineren und größeren Begegnungen und Begebenheiten, die im Faschingstreiben ungeplant passieren. "Es geht ja auch um die guten Erinnerungen", sagt Gödiker. Zu viel gefilmte Unterstützung sollten die gar nicht bekommen. "Ich denke nicht, dass wir nun in Zukunft vermehrt alles aufzeichnen."

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