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Kartoffellese für alle in Reinholdshain und Liebenau

Die Agrarbetriebe laden wieder zur Selbsternte auf ihre Kartoffeläcker. Die Sorten Quarta und Laura haben eine Eigenschaft, die den Sachsen wichtig ist.

Die Kartoffelsorte Laura ist vorwiegend festkochend, hat eine markante rote Schale und gelbes Fleisch.
Die Kartoffelsorte Laura ist vorwiegend festkochend, hat eine markante rote Schale und gelbes Fleisch. © Andreas Weihs

Die Agrargenossenschaft von Reinholdshain und die Liebenauer Agrar GmbH starten am Freitag mit der diesjährigen Kartoffelernte für alle. Traditionell bestellen sie alljährlich einen Acker mit jenen Kartoffeln, die von der Bevölkerung selbst gelesen werden können.

Die Reinholdshainer haben in diesem Jahr die Sorten Quarta und Laura gepflanzt. Quarta ist an den roten Augen in der ansonsten blassbraunen Schale erkennbar. Gekocht wird sie je nach Erntejahr und Kochzeit eher mehlig. "Den Sachsen ist wichtig, dass die Soße gut in die Kartoffeln einziehen kann. Auch beim Kartoffelsalat soll die Würze gut einziehen", sagt Klaus Köhler, der Leiter der Agrargenossenschaft Reinholdshain: "Mit festkochenden Kartoffeln wird hier niemand glücklich."

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Mittelprächtiges Kartoffeljahr

Die Liebenauer haben die Laura mit ihrem braunrot-violetten Farbton auf dem Acker. Auch sie erlaubt einen guten Kompromiss: Sie zerfällt nicht beim Kochen, lässt sich dennoch gut mit Soßen verbinden und bietet mit ihrem kräftig-gelben Fleisch einen schönen Anblick auf dem Teller. Wie auch die Quarta lässt sie sich außerdem gut lagern - eine wichtige Eigenschaft für die vielen Selbsternter, die nicht selten ihren ganzen Jahresvorrat aus dieser Feldernte beziehen.

"Wir haben schon mal einen Stock gezogen", sagt Eberhard Petzold, Geschäftsführer der Liebenauer Agrar GmbH: "viele kleine Kartoffeln." Ein eher mittelmäßiges Kartoffeljahr, schließt er daraus: "Der Sommer war verregnet, da fehlte es an Wärme und Sonne in der Reifezeit." Wobei klein nicht unbedingt ein Nachteil sei: "Manche wollen ja genau solche und können mit den großen nicht so viel anfangen."

Mitnehme-Preis fürs Zentner ist gleich geblieben

Dass die 25-Kilo-Säcke, die die Agrarbetriebe bereitstellen, voll werden, ist jedenfalls sicher. "Wer noch solche Säcke hat, kann sie auch mitbringen", sagt Petzold. Allerdings ist das 25-Kilo-Fassungsvermögen Pflicht - es erleichtert die Abrechnung.

Für die Lese selbst sei es praktisch, zwei Körbe mitzubringen. Einen für die guten zum Mitnehmen, einen für die, die letztlich als Tierfutter auf den Traktoranhänger kommen. Der Preis hat sich in all den Jahren nicht geändert: 7,50 Euro für den 25-Kilo-Sack, "das sind 15 Euro für den Zentner", sagt Köhler.

Lesetermine Agrargenossenschaft Reinholdshain

Oberhäslich, Einfahrt Fiebigstraße, dann Beschilderung folgen

Freitag, 17. September: 8-18 Uhr, Sonnabend, 18. September: 8-12 Uhr

Lesetermine Liebenauer Agrar GmbH

Liebenau, am großen Funkturm Richtung Schafbrücke bzw. Löwenhain, rechte Seite

Freitag, 17. September: 8-17 Uhr

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