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Klingenberg im Haamit-Kist'l

Die Firma Essig-Schneider vertritt das Osterzgebirge in einem "Fresspaket". Der Tourismusverband Erzgebirge hat Typisches aus der Region hineingepackt.

Essig Schneider-Chefin Ulrike Schneider und Tochter Kristin Schneider mit bewährten Produkten der Firma.
Essig Schneider-Chefin Ulrike Schneider und Tochter Kristin Schneider mit bewährten Produkten der Firma. © Egbert Kamprath

Statt Westpaketen gibt es jetzt das Haamit-Kist'l.  Gepackt vom Tourismusverband Erzgebirge mit lauter guten Sachen. Sinnvollerweise stammt der leckere Inhalt durchweg  aus der Region: Vogelbeerlikör aus Lauterbach, Bergbeißer-Knacker aus Oederan, Räucherkerzen aus Crottendorf. 

Das Osterzgebirge ist mit den Produkten von Essig-Schneider vertreten. Das Familienunternehmen ist in Colmnitz bei Klingenberg ansässig und stellt bereits in der vierten Generation Essig,  Senf und Öl her - zu den bewährten Klassikern wie dem "Speisesenf, mittelscharf" haben sich inzwischen so ausgefallene Sorten wie Aroniaessig, kaltgepresstes Mohnöl oder Mango-Senf dazugesellt. Zudem sind Kräuterliköre und ein Brand aus dem Obst der Colmnitzer Streuobst-Wiese erhältlich.

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Verein Heimatgenuss will Besucher ins Erzgebirge locken

Im Paket namens "Schlemmer-Gusch'l" hat Essig-Schneider die Senfnudeln beigesteuert. "Die stellen wir mit Senfmehl her", sagt die Firmenchefin Ulrike Schneider: "Dadurch schmecken sie von sich aus würzig."

Jetzt ist es das dritte Jahr, in dem die Pakte zusammengestellt werden: "Dahinter steht der Verein Heimatgenuss", sagt Schneider.  Unter den 35 Mitgliedern sind der Tourismusverband Erzgebirge e.V., Hotels und Gaststätten mit regionaler Küche und Erzeuger erzgebirgischer Produkte. "Ein Ziel ist es, ein Netzwerk zu schaffen, das Gastronomie, regionale Erzeuger und den Tourismus miteinander verbindet",  sagt Schneider.  "Das zweite Ziel von uns allen ist ganz klar, Touristen ins Erzgebirge zu holen."

Senfsorten, die sich bewährt haben

Da stellen die beiden Paket-Sorten zum Preis von jeweils 44,50 Euro, die sich auf der Webseite des Tourismusverbandes bestellen lassen, natürlich ein überzeugendes Lockmittel dar. In der Variante "Genuss-Gusch'l" steckt ein Probierset mit fünf kleinen Senfbechern von scharf bis Partysenf: "Alles Sorten, die sich seit Jahren bewährt haben", sagt Schneider.

Zu den 16 Sorten Senf, die zum festen Sortiment gehören, werden eigentlich jedes Jahr zwei bis drei neue eingeführt: "Dieses Jahr war das der Erdbeersenf und der Chilisenf - der ist sehr, sehr scharf", sagt Ulrike Schneider lachend: "Doch wir konnten die neuen noch nicht richtig publik machen." Normalerweise testen die Essig-Schneiders auf Hoffesten und Märkten, wie ihre Neuentwicklungen bei ihren Kunden ankommen. Das war in diesem Jahr coronabedingt nur äußerst reduziert möglich: "Für den Bratwurstsenf konnten wir noch gar keine Rückmeldungen einsammeln." Doch ohne die  direkten Kundenkontakt schafft es kein neues Produkt ins Sortiment: "Wenn wir sehen, dass es den Leuten an unserem Stand schmeckt, wissen wir, ob es funktionieren wird."

Feigensenf zum Gänsebraten

Zum Gänsebraten würde sie übrigens einen Feigen- oder Honigsenf empfehlen: "Etwas Fruchtiges zu der Schwere." Und vielleicht schafft es nächstes Jahr ein komplett neues  Produkt in die Haamit-Kist'l:  "Wir wollen einen Sauerhonig herstellen", sagt Schneider. Seit der Antike ist diese Tinktur aus Essig, Honig und Kräutern als "Oxymel" als Heil- und Stärkungsmittel bekannt. Sie soll auch gegen Sodbrennen helfen.  

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