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Dippoldiswalde

Quarantänezeit in Bärenfels

Die Tagesgruppe im Haus Waldwiese war jetzt zwei Wochen in Quarantäne. Nach den Osterfeiertagen können die Kinder etwas wichtiges nachholen.

Keiner da von der Tagesgruppe im Haus Waldwiese. Doch nächste Woche ist die Quarantäne vorbei.
Keiner da von der Tagesgruppe im Haus Waldwiese. Doch nächste Woche ist die Quarantäne vorbei. © Egbert Kamprath

Die Osterkörbchen im Haus Waldwiese sind nahezu fertig. Gebastelt haben sie die Kinder der Tagesgruppe schon vor drei Wochen. Dennoch werden sie damit nicht rechtzeitig zu Ostern auf Ostereiersuche gehen können. Denn die zehn 7- bis 14-Jährigen, die diese Einrichtung des Vereins "Bürgerhilfe Sachsen" besuchen, sind bereits seit zwei Wochen in Quarantäne.

Die Tagesgruppe ist für Kinder da, denen das Jugendamt Pirna Hilfen für ihre Entwicklung zukommen lassen will. Im Sozialgesetzbuch heißt es dazu: "Hilfe zur Erziehung in einer Tagesgruppe soll die Entwicklung des Kindes oder des Jugendlichen durch soziales Lernen in der Gruppe, Begleitung der schulischen Förderung und Elternarbeit unterstützen."

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Intensive Betreuung in kleiner Gruppe

Konkret heißt das: Im Haus Waldwiese bekommen die Kinder und Jugendlichen ein frisch gekochtes Mittagessen und ein Vesper, erledigen ihre Hausaufgaben, bekommen Anregungen zur Nachmittagsgestaltung und individuell zugeschnittene Hilfen, und natürlich können sie sich auf dem großen Spielplatz gleich nebenan austoben, dessen Zwiebelturm-Kletterburg schon fast ein Bärenfelser Wahrzeichen ist.

Das Ziel dieser intensiven Betreuung in kleiner Gruppe ist es, die Familien einerseits zu unterstützen und andererseits so zu stabilisieren, dass die Kinder weiter zu Hause wohnen können.

Diensthandy in der Quarantäne mit Zuhause

Entsprechend verbringen die Kinder ihre Quarantänewochen dort. "In dem Fall ist natürlich auch keine Notbetreuung möglich", sagt Viola Engelmann, die die Gruppe sozialpädagogisch betreut und sich derzeit ebenfalls im Quarantäne-Hausarrest befindet - natürlich mit Diensthandy. "Gerade habe ich mit den Eltern die Ferienzeit durchgesprochen, wann wir die Kinder abholen, um welche Zeit wir sie zurückbringen."

Großer Lichtblick: Köchin Monika Kühn ist bereits aus der Quarantäne entlassen. "Nach den Osterfeiertagen kann auch unsere Gruppe wieder kommen", sagt Engelmann. "Derzeit wurden die Kinder alle nochmals vom Gesundheitsamt getestet."

Schwierige Ferienplanung

Zwar ist sie unsicher, was für ein Programm sie in der zweiten Ferienwoche mit den Kindern planen kann, aber ein paar Ausflüge sollten trotz aller Einschränkungen und Schließungen möglich sein: "Eine Fahrt mit unserer Bimmel beispielsweise." Ein Programmpunkt steht außerdem schon fest: "Am Mittwoch werden wir auf Ostereiersuche gehen." Dann werden endlich auch die Körbchen zum Einsatz kommen.

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