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Stoneman Miriquidi: Weniger Radsportler im Erzgebirge unterwegs

Die 316 Kilometer lange Schleife lockte dieses Jahr nicht so viele Sportler wie zuvor an. Beim Tourismusverband sieht man dafür Gründe.

Von Annett Heyse
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Bei Sonnenaufgang an der Altenberger Pinge vorbei - so schön kann man beim Stoneman Miriquidi Road Rad fahren.
Bei Sonnenaufgang an der Altenberger Pinge vorbei - so schön kann man beim Stoneman Miriquidi Road Rad fahren. © Tourismusverband Erzgebirge

Mehrere Hundert Kilometer auf dem Rad - wer die schafft, gilt als Stoneman, also Steinmann. Ob sie tatsächlich hart wie Steine sind, können Radfahrer seit vielen Jahren im Erzgebirge beweisen. Entweder auf dem Mountainbike oder auf dem Rennrad.

Die Straßenvariante Stoneman Miriquidi Road führt dabei auch durchs Osterzgebirge, wo unter anderem Zinnwald, Altenberg, Geising und Bärenfels passiert werden. Insgesamt sind 316 Kilometer bei 5.300 Höhenmeter zu absolvieren, eine Herausforderung, der sich in der nun abgelaufenen Saison 704 Teilnehmer stellten. Diese Zahl gab jetzt der Tourismusverband Erzgebirge bekannt.

Insgesamt ziehe man ein positives Fazit, sagte Verbandssprecherin Claudia Brödner: "Mit jedem Starter, der neu in die Region kommt, steigt auch die Bekanntheit des Erzgebirges und Sachsens als attraktive Rennrad- beziehungsweise Radregion."

316 Kilometer an einem Tag

Allerdings kann die Zahl der Starter nicht über eine Delle im Rennradtourismus hinwegtäuschen. Im Jahr 2020 zählte der Tourismusverband noch 1.305 offizielle Fahrten.

Dass die Nachfrage in diesem Jahr deutlich geringer war, mag auch am unbeständigen Wetter und corona-bedingten Beschränkungen gelegen haben, so Brödner.

Beim Stoneman Miriquidi Road können die Teilnehmer die Gesamtstrecke an einem, zwei oder drei Tagen absolvieren. Die meisten Starter peilten den Goldstandard an: 43,2 Prozent der Rennradsportler fuhr die Runde an einem Tag. Weitere 41,2 Prozent der Fahrer fuhr die Schleife in zwei Tagen und 15,5 Prozent in drei Etappen.

Eigentlich ist der Stoneman Miriquidi Road 290 Kilometer lang und misst 4.900 Höhenmeter. Dabei führt er auch durch Tschechien. Aufgrund der Coronapandemie wurde die Streckenführung in den beiden vergangenen Jahren jedoch so verändert, dass er nur auf deutscher Seite durchs Erzgebirge verläuft - und dabei noch ein Stück länger ist.

Neues Angebot für Mountainbiker

Inwieweit im kommenden Jahr wieder die Originalstrecke im Programm ist, ist derzeit noch unklar.

Neben der Rennradtour gibt es auch den Klassiker - den Stoneman Miriquidi als Mountainbike-Strecke. Dessen Route ist zwar nur 162 Kilometer lang, führt aber über 4.400 Höhenmeter durchs mittlere und westliche Erzgebirge.

Neu zum Radsportland Sachsen ist in diesem Jahr die Blockline gekommen, ein weiteres Angebot für Mountainbiker mit insgesamt 142 Kilometer Streckenlänge. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Rundkurs, den man auch auf drei Schleifen aufteilen kann. Ein Teil der Blockline verläuft ebenfalls durchs Osterzgebirge.