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Testprogramm im Rathaus Altenberg

Die Erzieher in der Notbetreuung haben noch keinen regulären Zugang zu regelmäßigen Coronatests. Altenberg übernimmt das nun für seine Mitarbeiter.

Maika Wittenburg, Mitarbeiterin der Praxis Schilling, testet die Altenberger Kindergärtnerin Karin Kropfgans im Ratssaal der Stadt Altenberg.
Maika Wittenburg, Mitarbeiterin der Praxis Schilling, testet die Altenberger Kindergärtnerin Karin Kropfgans im Ratssaal der Stadt Altenberg. © Egbert Kamprath

Altenberg ist auf einem guten Weg: Während das Gesundheitsamt Pirna vor einer Woche noch 42 Corona-positiv getestete Personen in der Region meldete, waren es am Dienstag nur noch 15.

Doch Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten will sich darauf nicht ausruhen: "Seit dem 1. März 2020 sind wir im Coronamodus", sagt er, "und für die Kindergärtnerinnen in der Notbetreuung gibt es immer noch kein regelmäßiges Testprozedere." Deshalb übernimmt die Stadt Altenberg das Testen nun selbst. Start war am Dienstagnachmittag.

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Regelmäßig Tests bei Lehrer und Pflegepersonal

Bei den Lehrern und Schülern der Abschlussklassen sorgte das sächsische Kultusministerium dafür, dass alle, die wollten, vor der Rückkehr zum Präsenzunterricht im Januar kostenlos getestet wurden. Für die Pflegeberufe übernimmt seit Dezember das Bundesministerium für Gesundheit die Kosten für regelmäßige Schnelltests.

Doch bei all diesen Regelungen gehen die Erzieher in Krippen, Kindergärten und im Hort leer aus. "Deshalb haben wir bereits im November 1.000 Schnelltests gekauft, um unsere Mitarbeiter testen zu lassen", sagt Kirsten. Eine extra geschulte Krankenschwester übernimmt die Tests im Rathaus.

Bewährungsprobe für Altenberger Testverfahren

Seine Bewährungsprobe hatte das Altenberger Verfahren, als unklar war, ob ein Mitarbeiter des Bauhofs infiziert sein könnte: "Dort haben sofort alle Bauhof-Mitarbeiter einen Schnelltest gemacht", sagt Kirsten. Die fragliche Person blieb zunächst trotz negativem Ergebnis in häuslicher Quarantäne, "dann haben wir das ganze nach fünf Tagen für alle wiederholt und konnten dann sicher sein, dass sich niemand angesteckt hatte."

Auch, als das Sportinternat für die Abschlussklassen wieder öffnete, mussten sich die Jugendlichen vorher einem Test unterziehen - in diesem Fall verhängte die Stadt Altenberg als Betreiberin des Internats eine Testpflicht: "Darüber hat sich auch keiner beschwert, im Gegenteil. Die Eltern haben sich vielmehr bedankt, dass wir für die Sicherheit der Kinder sorgen", sagt Kirsten.

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"Wir haben eine Verantwortung dem Andern gegenüber, und diese Verantwortung und Fürsorgepflicht nehme ich sehr ernst", sagt Kirsten. Die Erzieher in Altenbergs Notbetreuung bekämen jetzt wöchentliche einen Test. "Unsere tschechischen Kollegen ebenfalls."

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