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Dippoldiswalde

Jagdsaison im Forstrevier Bärenfels

Die Zeit der Treibjagden beginnt. Auf den Straßen zwischen Wilsdruff, Glashütte, Dippoldiswalde und Altenberg kann flüchtendes Wild zur Gefahr werden.

© Archiv SZ

Mitarbeiter des Forstbezirks Bärenfels und benachbarte Jäger gehen bis zum Jahresende gemeinsam auf Pirsch. Die Saison der sogenannten Gemeinschaftsjagden, besser bekannt als Treibjagden, hat begonnen, teilt Wolfram Gläser vom Staatsforst mit.

"Dabei kann flüchtiges Wild auch öffentliche Straße überqueren und wird damit eine Gefahr für den öffentlichen Straßenverkehr", warnt er. Auf den Straßen, die durch die 300 bis 1.000 Hektar großen Jagdgebiete führen, stellen die Forstmitarbeiter Hinweisschilder zur Treibjagd auf.

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Auch Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 50 km/h und Warnblinklichter sollen Autofahrer warnen, um die Gefahr eines Zusammenstoßes mit Wild zu senken: "Auf ausgewählten und unübersichtlichen Streckenabschnitten wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h herabgesetzt", schreibt Gläser. Auch die Polizeibehörden werden den Verkehr an gefährdeten Stellen überwachen.

Geschwindigkeit unbedingt drosseln

Das Wild wird bei den Treibjagden von Jagdhunden verfolgt und quert auf der Flucht auch an Orten die Straße, die sonst weniger durch Wildwechsel gefährdet sind. Die Geschwindigkeitsbegrenzung sei daher besonders zu beachten, um das plötzlich auftauchende Wild und auch verfolgende Jagdhunde rechtzeitig zu erkennen und reagieren zu können, so Gläser: "Zu beachten ist auch, dass oft mehrere Tiere nacheinander als Familienverband unterwegs sind."

Gemeinschaftsjagden sind die effizienteste Form, um Schwarz-, Reh-, Rot- und Muffelwild zu jagen. Die Wilddichte zu reduzieren, ist wiederum wichtig, damit sich der Wald regenerieren kann - denn Rehe verhindern durch das Abschälen der Rinde, dass Bäume nachwachsen. Bei Wildschweinen geht es darum, dass sich in kleineren Beständen die Schweinepest im Ernstfall nicht so schnell ausbreiten kann.

Wild bei der Treibjagd tagsüber unterwegs

Weil die Jäger tagsüber besser sehen und zielen können als abends, wenn die Tiere eigentlich erst aktiv werden, übernehmen es Jagdhelfer und Jagdhund, das Wild in seinen Tagesverstecken aufzustöbern. (sik)

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